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Göttingen SPD: Mehr Mitglieder auch in Südniedersachsen
Die Region Göttingen SPD: Mehr Mitglieder auch in Südniedersachsen
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00:20 09.02.2018
Abstimmung unter SPD-Mitgliedern: Auch in der Region verzeichnen die Ortsvereine Mitgliederzuwachs Quelle: dpa
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Göttingen

Niedersachsenweit verzeichne die SPD „viele Neueintritte“ seit dem Sonderparteitag Mitte Januar, wie es in einer Mitteilung des SPD-Unterbezirks in Hannover heißt. Sollte es zu einer Basis-Abstimmung über die GroKo kommen, können alle, die bis Dienstagabend um 18 Uhr in der SPD-Mitgliederdatenbank eingetragen waren, über den Koalitionsvertrag zwischen der SPD und der Union abstimmen. Nur wer bis dahin in die Datenbank der Partei aufgenommen werde, könne auch abstimmen, erklärte Kevin Archut, Büroleiter des SPD-Unterbezirk Göttingen. Er gehe aber davon aus, dass „die, die es ernst meinen“, nicht im allerletzten Moment – also um kurz vor 18 Uhr am Dienstag – Mitglied der SPD werden wollen, sondern diese Entscheidung schon vorher treffen.

Im Büro des SPD-Unterbezirks in Göttingen herrsche derzeit reger Betrieb; viele Mitglieder hätten in den vergangenen Tagen bei der Bearbeitung der Anträge geholfen, erläuterte Archut. Wie viele Neumitglieder bis Dienstagmittag aufgenommen wurden, wollte er nicht mitteilen. Durch die „große Zahl regelmäßig einströmender“ Anträge würden die Neumitglieder sofort aufgenommen, so Archut – bei etwaigem Widerspruch durch die Ortsvereine, der im Rahmen einer vierwöchigen Frist möglich sei, könnten die betreffenden Mitglieder vom Bezirk aber direkt wieder gelöscht werden.

„Bei Zweifeln an der Redlichkeit des Eintritts suchen wir das Gespräch; ansonsten bin ich, was Konsequenzen anbelangt, nicht zimperlich. Schwarze Schafe können wir nicht gebrauchen. Allerdings leben wir im überschaubaren Eichsfeld; groben Missbrauch einer Mitgliedschaft können wir daher ausschließen“, kommentierte Matthias Schenke, SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Duderstadt, das Prozedere. Die SPD Duderstadt habe „in den letzten Monaten eine Reihe engagierter neuer Mitglieder gewonnen. In den letzten Wochen waren es vier Neuaufnahmen, die ich ausdrücklich begrüße“, so Schenke weiter.

Quelle: dpa

Immo Rühling, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Friedland erläuterte, dass sich der Ortsverein über alle Neumitglieder freue. „Es ist für uns auch kein Problem und legitim, wenn die Motivation für den Eintritt die Absicht ist, gegen den Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU zu stimmen. Wir hoffen und erwarten von den Mitgliedern allerdings, dass sie sich auch nach der Abstimmung weiter in die Diskussionsprozesse der Partei über eine Erneuerung der SPD einbringen und nicht sang- und klanglos die Partei wieder verlassen“, gab Rühling zu bedenken.

Aktuelle Zahlen zu den Neumitgliedern der SPD konnte auch Axel Rienhoff, Pressesprecher des SPD-Landesverband Niedersachsen am Dienstagmittag nicht liefern. Der aktuellste „Zählerstand“, den er habe, gehe auf Mitte vergangener Woche zurück: „Zu diesem Zeitpunkt zählten wir in Niedersachsen bereits mehr als 1100 Anträge auf Mitgliedschaft, die uns allein online erreicht haben. Dazu kommen noch Anträge, die unsere Geschäftsstellen auf dem postalischen Weg erreicht haben. Zum Vergleich: Wir haben in Niedersachsen derzeit knapp 58 000 SPD-Mitglieder. Im vergangenen Jahr sind 3500 Niedersachsen in die Partei eingetreten, 2016 waren es knapp über 2000. Vor dem Mitgliederentscheid über eine GroKo im Jahr 2013 sind bundesweit mehr als 6000 Menschen in die SPD eingetreten. Etwa 90 Prozent sind nach der Abstimmung Mitglieder geblieben“, erklärte Rienhoff. Die genauen Zahlen zu Göttingen bekomme er erst im Laufe der Woche, so der Pressesprecher.

Von Maren Iben

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