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Göttingen SPD gegen Museum am Ritterplan
Die Region Göttingen SPD gegen Museum am Ritterplan
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00:19 18.09.2017
Das Städtische Museum am Ritterplan. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der Streit um den künftigen Standort des Göttinger Museums geht weiter. Nachdem sich die Verwaltung für die Erhaltung des Museums am Ritterplan ausgesprochen hat, findet die SPD-Ratsfraktion, dass es der „falsche“ Ort ist. Stadtbaurat Thomas Dienberg widerspricht.

Die SPD-Ratsfraktion werde der Verwaltungsvorlage „zum Bekenntnis des Museums am Standort Ritterplan nicht zustimmen“, erklärte Sylvia Binkenstein von der SPD. Inhalt der Vorlage ist ein Antrag für Fördergelder in Höhe von 600 000 Euro, die in den Umbau eines Verbindungsbaus gesteckt werden sollen. Dort soll die Kulturverwaltung untergebracht werden. Außer den baulichen Plänen kritisiert Fraktionschef Tom Wedrins, dass ein Platz für einen Museumsshop und ein Café fehle.

Binkenstein moniert, dass es keinen Vorschlage gebe, wie mit den unterschiedlichen Geschosshöhen zwischen und in den einzelnen Gebäuden und mit den zu kleinen Räume im Hardenberger Hof umgegangen werden soll. Wegen der Denkmalschutzauflagen könne man Räume nicht einfach zusammenlegen.

„Gegen das Bekenntnis spricht auch der finanzielle Aufwand für die Sanierung des Museums am Ritterplan“, so Wedrins. Die Kostenschätzung von 12 Millionen Euro beziehe sich nur auf die Sanierung, ohne die Ausstattung eines modernen Museums zu berücksichtigen. Zudem wäre eine Inbetriebnahme eines Museums erst in frühestens zehn Jahren möglich. So lange werde es laut SPD dauern, bis Fördermittel zur Verfügung stehen. Mit einem solchen Finanzvolumen sei ein innovativer Neubau möglich. Da es „keinerlei vernünftige Perspektive an dem Standort Ritterplan für ein Museum“ gebe, lehne die SPD-Fraktion den Standort Ritterplan ab.

Für 12 Millionen Euro sei keinesfalls ein Neubau möglich, sagte hingegen Stadtbaurat Thomas Dienberg. Dieser würde sicherlich teurer werden. Außerdem sei dann immer noch nicht die Frage geklärt, was mit dem Gebäude am Ritterplan passiert. Das müsse ja trotzdem saniert werden. Zudem seien im Raumprogramm sehr wohl Café und Shop vorgesehen. Das sei dem Konzept zu entnehmen, dass der Rat auch mit den Stimmen der SPD im Jahr 2016 beschlossen habe. Und die verwinkelten Räume und die unterschiedlichen Geschosshöhen böten auch eine Chance, so Dienberg. In ihnen könne authentisch Stadtgeschichte präsentiert werden.

Von Britta Bielefeld

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