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Göttingen Sammlungen und Museen geöffnet
Die Region Göttingen Sammlungen und Museen geöffnet
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13:47 14.05.2018
Götz Lautenbach versteigert Kunst aus Ghana. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der internationale Museumstag wird auch in der Region mit vielen Aktionen gefeiert. Auch einige der 26 Sammlungen der Universität Göttingen waren geöffnet. In der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen im Alten Auditorium, hat Universitätspräsidenein Ulrike Beisiegel am Vormittag den Museumstag eröffnet.

„Wir wollen es wissen“

„Noch haben wir ja kein eigenes Museum”, sagte sie. Einen Einblick aber können sich die Besucher im Auditorium verschaffen, weitere Sammlungen sind am Sonntag geöffnet. Erstmals, so Beisiegel, sei auch die Erdebenwarte mit dabei. Beisiegel wies darauf hin, dass das neue Forum Wissen im Jahr 2020 eröffnet werden soll. „Dann können Sie immer schnüffeln, schauen und ausprobieren”, sagte sie. In dem Forum will die Universität zeigen, wie aus Objekten Wissen entsteht. Das Motto „Wir wollen es wissen” sei auch ihr Motto. „Ich will es auch wissen und mit Ihnen 2020 das Forum Wissen eröffnen”, sagte sie. Allemeyer wies darauf hin, dass am Sonnabend ein neuer Führer über die Universitäts-Sammlungen erschienen ist. Am Sonntag waren 21 wissenschaftliche Sammlungen zu sehen.

„Diese Werke und ich wollen Sie verführen“

Eine der unzähligen Aktionen war eine Versteigerung von afrikanischen Kunstwerken in der Ethnologischen Sammlung. „Die Aktion haben unsere Studenten initiiert”, erklärte der Kustos der Sammlung, Michael Kraus. Seit Oktober war in der Sammlung die Ausstellung „Künstlerische Lebenswelten in Ghana - Impressionen einer studentischen Feldforschung“ zu sehen. Sie zeigt Gemälde und kleine Plastiken aus Ghana, die von den Studierenden Jacqueline Est und Julian Import während der Recherchen zu ihren Bachelorarbeiten in Westafrika erworben wurden. Nun wurden sie von Schauspieler Götz Lautenbach versteigert - der Erlös geht direkt an die Künstler. Kunterbunt und in ganz unterschiedlichen Techniken und Formaten hängen die Bilder an der Wand. Von 30 Euro für eine kleinformatige Marktszene bis zu 140 Euro bezahlten die Gäste für die Werke. „Also ich würde es in die Küche hängen“, so stieg der Moderator in die Versteigerung des ersten Bildes ein – und kaufte es am Ende für 80 Euro. „Diese Werke und ich wollen Sie verführen, geben Sie einfach mal nach“, so Lautenbach. Auch der Chef der Sammlung gab nach und ersteigerte ein Bild für 105 Euro. „Zum ersten, zum zweiten, und zum Dritten“.

Digitalisierung alter Schautafeln im Auditorium Quelle: bib

Fast alle Bilder verkauft

Bei den drei aus Stofffäden gefertigten Bildern entbrannte ein kleines Wettbieten um ein Motiv mit Pianotasten. Mindestgebot waren 50 Euro, zwei Frauen überboten sich so lange, bi es für 90 Euro unter den Hammer kam. Das große Bild eines in Ketten gelegten Mannes und eine kleines mit Sonnenuntergang blieben zunächst hängen, die meisten anderen Bilder fanden - auch durch das geschickte Anpreisen des Auktionators - Fans. Einige Bieter ersteigerten gleich mehrere Kunstwerke. Auch der Familienvater, der als einziger Bieter ein Bild mit Krokodilen für 120 Euro erwarb, ließ sich überzeugen. „Das ist etwas, was wir dringend brauchen”, scherzte er. Am Ende waren fast alle Bilder verkauft. Kraus war sehr zufrieden mit der Besucherresonanz, auch der Vortrag und die Kinderaktionen im Freien seien gut angekommen.

Museumstag im Brotmuseum

Auch im Brotmuseum Ebergötzen herrschte am Museumstag eine tolle Stimmung. Rund 150 Besucher waren nach Museumsangaben zu Besuch gekommen.

Von Britta Bielefeld

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