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Göttingen Die kuriosesten Fundsachen der Region
Die Region Göttingen Die kuriosesten Fundsachen der Region
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16:48 04.01.2017
Auch viele Schlüssel landen im Laufe der Zeit im Fundbüro. Quelle: Wenzel
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Göttingen

Die 15 Jahre alte Wasserschildkröte hatte den Urlaub von Frauchen und Herrchen genutzt, um sich mal in der Nachbarschaft umzusehen. Nicht zum ersten Mal, wie die Telefonnummer auf dem Panzer des Tieres verriet. Der Rest gehört zur Erfolgsgeschichte des Northeimer Fundbüros. Dort werden in 80 Prozent der Fälle Verlierer und Finder wieder zusammengebracht, sagt Uwe Ritter Ordnungsamtsleiter. Die Kollegen seien bemüht, die gefundenen Smartphones, Geldbörsen, Schlüssel oder eben Schildkröten ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Erst wenn das nach der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten nicht geglückt ist, geht das Fundstück an den Finder oder zur Versteigerung. 

So verfährt auch das Göttinger Fundbüro. Dort bekamen 2016 knapp 1000 Bürger ihre verlorenen Gegenstände wieder. Die Klassiker seien auch hier Schlüssel, Geldbörsen und Taschen, im Winter außerdem Mützen, Handschuhe und Schals, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Ein anderer Fund schaffte es im November sogar in die Schlagzeilen: Ein Briefumschlag mit 10.000 Euro. Der lag herrenlos in der Theaterstraße auf dem Boden, konnte mit Hilfe einer ehrlichen Finderin und der Polizei seinem Eigentümer übergeben werden. Außer der Reihe rollte außerdem ein gut erhaltener Kinderwagen ins städtische Fundbüro - leer, wie Johannson schmunzelnd ergänzt.

Weitere mobile Fundstücke waren 2016 neben den zahllosen Fahrrädern, die alljährlich in der gesamten Region abgegeben werden, ein Zeitungswagen, ein Dreirad und ein Rollstuhl, der aktuell in Northeim im Bürgerbüro, Am Münster 30, abgeholt werden kann. In zwei Fällen fiel das Fundstück buchstäblich vom Himmel. In Adelebsen landete ein ferngesteuerter Hubschrauber, in Northeim eine Minidrohne im Fundus der Bürgerbüros. Ihre Gemeinsamkeit mit Carola, der flüchtigen Kröte? Sie sind dank der Fundbüros wieder bei ihren Besitzern.

Eine Übersicht über aktuelle Fundstücke bieten einige der regionalen Kommunen unter e-fund.eu

Finderlohn

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt in den Paragrafen 965-984, wie sich Finder und Besitzer zu verhalten haben. Ein Finder ist verpflichtet, einen Fund ab einem Wert von 10 Euro innerhalb von zwei bis drei Tagen dem Eigentümer oder der zuständigen Behörde anzuzeigen und abzuliefern. Sollte das Fundstück nach sechs Monaten nicht abgeholt worden sein, wird der Finder zum Eigentümer. Verzichtet er, geht das Recht auf die Kommune über, die die Gegenstände dann in der Regel versteigert. Der ehrliche Finder hat außerdem Anspruch auf einen gesetzlichen Finderlohn. Dieser beträgt fünf Prozent bei einem Wert bis 500 Euro. Darüber liegt der Finderlohn bei 25 Euro plus drei Prozent von dem über 500 Euro hinausgehenden Wert.

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