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Göttingen Schüler übergeben rote Hände an Oppermann
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00:20 15.02.2018
Rote Hände für Thomas Oppermann (SPD): Schüler aus drei Göttinger Schulen haben sich mit dem Thema Kindersoldaten beschäftigt. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Die Tücher mit den Händen wurden am Aktionstag am Felix-Klein Gymnasium (FKG) an den Göttinger SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann überreicht. Außer Schülern des FKG beteiligten sich auch Schüler des Hainberg-Gymnasiums (HG) und der Heinrich-Heine-Schule an der Aktion.

„Wir arbeiten in zahlreichen Projekten mit den Schulen zusammen“, sagte der Leiter der Unicef-Arbeitsgruppe, Hans-Joachim Merrem. Kinderrechte seien dabei immer wieder ein Thema, das intensiv mit Schülern diskutiert werde. Mit den roten Händen solle deutlich gemacht werden, dass es einen Protest gegen den Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten gebe.

Kinderrechte Thema im Unterricht

„In den vergangenen Jahren sind am Aktionstag bereits 400 000 Handabdrücke gesammelt worden“, sagte Merrem. Anne Weiß, Unesco-Koordinatorin am HG, sagte, dass die Schule sich mit Kindern, die einen Wahlpflichtunterricht mit dem Titel „Unesco“ besuchen, beteiligt habe. „Wir haben in unserem Unterricht oftmals mit Kinderrechten zu tun. Unter anderem haben die Schüler sich auch mit dem Thema Straßenkinder auseinandergesetzt“, sagte Weiß.

Für die Lehrerin ist die Aktion auch deshalb gut, weil die Schüler dadurch mitbekommen, dass sie mit dem was sie machen, etwas bewirken können, deshalb war sie gemeinsam mit der Gruppe auch ins FKG gekommen. „Dadurch, dass wir uns häufig mit diesen Themen beschäftigen, stellt sich bei den Kindern oftmals die Frage, wofür das alles gut ist“, berichtete Weiß.

Oppermann ist beeindruckt

Für das FKG betreute Sabine Campell, Koordinatorin der Schulleitung, das Projekt. Hier nahmen Schüler, die das internationale Abitur erreichen wollen, an der Aktion teil.

Oppermann zeigte sich von dem Engagement der Mädchen und Jungen beeindruckt, und setzte selbst auch einen Handabdruck auf eines der Plakate. In den vergangenen Jahren sei der Aktsonntag häufig in eine Sitzungswoche in Berlin gefallen, so dass er sich dann dort an der Aktion beteiligt habe.

Oppermann: „Ich werde eure Hände zu einem geeigneten Zeitpunkt an die Bundesregierung übergeben.“ Quelle: Peter Heller

Oppermann sagt Übergabe an Bundesregierung zu

„Weltweit werden noch immer 250 000 Kinder in Kriegen eingesetzt. Daher ist es gut, dass es für sie Solidarität gibt“, sagte Oppermann. Er erinnerte daran, dass in Deutschland zwar keine Kinder, aber junge Männer während der Weltkriege eingesetzt worden. „Ich werde eure Hände zu einem geeigneten Zeitpunkt an die Bundesregierung übergeben“, versprach Oppermann.

Kindern als Soldaten in Somalia, Syrien und Sudan

Der Einsatz von Kindersoldaten ist seit dem 12. Februar 2002 verboten. Damals wurde ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Dennoch werden nach Angaben der Unicef Kinder insbesondere in Bürgerkriegen eingesetzt. Der Einsatz von Kindern als Soldaten gehe in Somalia, Syrien oder dem Sudan auch von den Regierungsarmeen aus. Auch wenn es im Kampf gegen Kindersoldaten bereits erste Erfolge gebe, müsse sich weiter für die Rechte der Kinder eingesetzt werden.

„Statt Spaß zu haben, müssen sie kämpfen und haben dadurch keinen schönen Lebensanfang“, sagte eine Schülerin. Den Göttinger Schüler ist ihr Einsatz wichtig, weil den Kindern, die in Kriegen kämpfen müsse ein Teil ihrer Kindheit genommen werde.

Russischlehrerin Marina Timofeeva fertigt mit Kindern der Deutsch-Russischen Gesellschaft Göttingen Handabdrücke zum "Red Hand Day" an. Quelle: r

Auch die Kinder der Deutsch-Russischen Gesellschaft Göttingen haben an der Aktion teilgenommen. Russischlehrerin Marina Timofeeva informierte die Kinder über den Einsatz von Kindersoldaten und über die Bedeutung des „Red Hand Day“. Im Anschluss fertigten die Kinder ihre Handabdrücke an.

Von Vera Wölk

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