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Göttingen Schüler machen Radio
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16:26 12.09.2017
Göttinger Schüler produzieren im niedersächsischen Landtag eine Radiosendung. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Deren Ziel ist es, den Einsatz von Multimedia und Internet an Schulen zu fördern. Auf ihrer Plattform schul-internetradio.org steht jeder Schülerredaktion ein eigener Kanal zur Verfügung. „Landtag Online“ soll Schülern einen Zugang zur Landespolitik ermöglichen, der im Lehrplan nicht vorgesehen ist. „Dabei liegen die Themen vor der Haustür, haben mit den Schülern und ihrem Alltag zu tun“, so Natalie Deseke, die betreuende Medienpädagogin. Begleitet werden die 17-jährigen Schüler Johanna Gross, Lillian Jöster, Franziska Bunzenthal und Alexander Kieckel von ihrer Politik-Leistungskurslehrerin Sarah van Roosmalen.

Gemeinsam haben sie während des Augustplenums ein Interview mit dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) geführt. Dieser ist gleichzeitig der Projektpate. Jeder Schüler-Redaktion wird ein Politiker als Pate zur Seite gestellt, der sie unterstützt.

Über ihren Interviewpartner sagt Lillian: „Er war total nett und offen und hat sich Zeit genommen.“ Befragt haben die vier ihn über seinen politischen Werdegang, über das damals aktuelle Hochwasser und über seine Aufgaben als Minister und Abgeordneter.

Am Dienstag traf sich die Gruppe, um das Interview zu schneiden, und um, in Vorbereitung auf eine einstündige Magazinsendung am Donnerstag, 21. September, 12 Uhr, eine Live-Sendung an Mikro und Mischpult zu simulieren. Die Magazinsendung wird sich aus vorproduzierten Stücken, wie dem Interview mit Wenzel, Live-Beiträgen und Musik zusammensetzen.

Wenn am Mittwoch, 13. September, die Tagesordnung für die nächste Plenarsitzung veröffentlicht wird, diskutiert die Gruppe, welche Themen sie in die Sendung aufnehmen wollen. Die entsprechenden Debatten wird das Redaktionsteam bei der Plenarsitzung am Mittwoch, 20. September, von der Pressetribüne aus verfolgen und einige Redner spontan in ihr Aufnahmestudio einladen. Dort stehen Mikros, Mischpult und Sendelaptop bereit. „Natürlich steigt der Adrenalinpegel, wenn man live auf Sendung geht. Aber die Leute sind ja alle zugänglich“, weiß Deseke aus Erfahrung.

Das Aufnahmestudio liege am Puls der Politik, so Deseke. Der Raum im Georg-von-Cölln-Haus, dem provisorischen Parlamentsgebäude, befindet sich gegenüber der Kantine. „Wenn wir Kaffee holen, stehen wir in einer Warteschlange mit den Abgeordneten.“

Welche Themen der Landespolitik interessieren die Schülerreporter besonders? „Umweltschutz, denn der betrifft uns alle“, antwortet Franziska. Auch die vorgezogenen Landtagswahlen und Schulpolitik liegen den Schülern am Herzen.

Deseke fasst zusammen, was die Teilnehmer durch das Radioprojekt lernen:„Wir vermitteln den Schülern, wie man mit Medien arbeitet, wie man recherchiert und vor allem, wie man aus der Informationsflut das Wesentliche herausfiltert. Außerdem üben die Schüler, sich selbst zu präsentieren und zu artikulieren und Fragen zu formulieren, die die Leute interessieren.“ Aber nicht nur Schüler, auch Lehrer profitieren von dem Projekt. Politiklehrerin Sarah van Roosmalen möchte auditive Medien nutzen, um ihren Unterricht kreativer zu gestalten. „Ich kann mir vorstellen, das Thema Europäische Integration von den Schülern in einem Podcast verarbeiten zu lassen.“

Von Gwendolyn Barthe

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