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Göttingen Schüler mit ihren Fahrzeugen treten im Solar-Cup gegeneinander an
Die Region Göttingen Schüler mit ihren Fahrzeugen treten im Solar-Cup gegeneinander an
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01:29 02.06.2018
118 Schüler-Teams aus 15 Schulen der Landkreise Göttingen und Northeim sind auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Gesamtschule beim Göttinger Solar-Cup 2018 mit ihren Flitzern angetreten. Zahlt sich die Mühe aus? Am aufregendsten waren natürlich die Starts. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Die Solarmodule und -getriebemotoren hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen vier bis neun im Vorfeld von der Stiftung Niedersachsen-Metall erhalten. Die übrige Konstruktion haben sich die Teams, die aus mindestens zwei Schülern bestehen, selbst erdacht und anschließend im Unterricht gefertigt. Ganz ohne Motorenlärm und Benzingestank lieferten sich die Mannschaften auf den eigens aufgestellten Bahnen spannende Rennen. „Wir haben heute doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr“, freut sich Bettina Blecher, Bildungsreferentin der veranstaltenden Stiftung Niedersachsen-Metall. Zwei jeweils zehn Meter lange Bahnen mit Führungsschienen sind auf dem Schulhof aufgebaut. „In der Kategorie A müssen die 4. bis 8. Klassenstufen die Strecke pro Durchgang zweimal durchfahren, wobei das Solarmobil am Ende der Piste durch Helfer umgedreht wird“, erläutert Frank Richardt, Fachbereichsleiter Arbeit, Wirtschaft und Technik der mitveranstaltenden Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Die Klassenstufen 9 bis 13 fahren in der Kategorie B. Das bedeutet: 4 mal zehn Meter Fahrt, wobei die Umschaltung nicht per Hand, sondern automatisch erfolgen muss. Als zusätzliche Schwierigkeit ist hier ein Tunnel installiert, den das Solarmobil mit Schwung passieren muss, da darunter naturgemäß kein Sonnenlicht fällt.

118 Schüler-Teams aus 15 Schulen der Landkreise Göttingen und Northeim sind am Mittwoch auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Gesamtschule beim Göttinger Solar-Cup 2018 mit ihren selbst gebauten sonnengetriebenen Flitzern gegeneinander angetreten.

Gummi für mehr Grip

Lena Wollradt und Marla Ulmen von der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen haben einige Stunden, wieviel genau wissen sie nicht mehr, an ihrem Gefährt gebastelt. Sie haben sich für eine dreirädrige Variante entschieden, bei der das vordere Rad direkt in der Führungsschiene fahren soll, um ein Ausbrechen aus der Bahn zu verhindern. Als Räder dienen ihnen gebrauchte CDs, die sie mit großen Löchern versehen haben, um Gewicht einzusparen. Luise, Antonia, Jette und Lilly vom Hainberg-Gymnasium haben einen superschnellen Renner entwickelt und wurden dabei von ihrem Mathematik- und Physiklehrer Oliver Dettmar unterstützt. 3,96 Sekunden hat Luise bei einem Probelauf auf der Zehn-Meter-Strecke gestoppt. Die vier jungen Damen sind sehr zufrieden mit dieser Zeit. Vielleicht liegt die Schnelligkeit daran, dass sie sich für gummibereifte Kunststoffräder aus dem Modellbau entschieden haben, die einfach mehr Grip erzeugen. Aufwendig, sagen die Schülerinnen, seien die permanenten Instandsetzungsarbeiten. Ab und zu lösten sich die mit Heißkleber angebrachten Solarpanels und auch die Kabelverbindungen zum Motor brächen häufiger.

„Los, sattelt die Hühner“

Große Aufregung herrscht vor, während und nach den Rennen an der Strecke und Bettina Blecher, die die Teams mit ihren Startnummern aufruft, hat mitunter ihre liebe Not sich gegen den Trubel durchzusetzen. „Wer beim Aufruf nicht zuhört, wird disqualifiziert“, ruft sie ins Mikrofon. Da sind Sprüche wie „Los, sattelt die Hühner“ oder die persönliche Ansprache wie „Tabea, komm‘ an Land“ schon eher von Erfolg gekrönt. Auf jeden Fall sind die Teilnehmer mit großem Eifer und Humor bei der Sache, auch wenn es das ein oder andere Solar-Gefährt schon auf der Strecke zerlegt. Luise, Antonia, Jette und Lilly strahlen nach ihrem Rennen um die Wette, sie haben gewonnen und sind eine Runde weiter.

Von Christoph Mischke

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