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Göttingen Kreis Göttingen will Eltern von 6000 Kindern befragen
Die Region Göttingen Kreis Göttingen will Eltern von 6000 Kindern befragen
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00:19 17.09.2017
Vergeblicher Kampf? Die Elterninitiative setzt sich für eine IGS in Duderstadt ein. Quelle: Foto: R
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Göttingen

Mittlere Reife oder Abitur? Gesamtschule oder Gymnasium? Wenige große Schulzentren oder ortsnahe kleine Schulen? Um diese und ähnliche Fragen beantworten und dann die richtigen Entscheidungen treffen zu können, will der Kreis Göttingen erstmals Eltern von etwa 6000 Grundschulkindern an allen Grundschulen in den Kreisgemeinden (ohne Stadtgebiet Göttingen) befragen. Unter anderem sollen sie angeben, welche Schulform sie nach der vierten Klasse für ihr Kind wählen wollen, welchen Schulabschluss sie sich für ihr Kind wünschen und welche Faktoren ihre Schulwahl beeinflussen: zum Beispiel „Leistungsanforderungen der Schule“, „Ausstattung“ oder „Ganztagsangebote“.

Sieben unterschiedliche Fragebögen

Diese Fragen sind für alle Eltern identisch, trotzdem wird es sieben unterschiedliche Fragebögen geben: für die Eltern mit Wohnsitz in den Einzugsgebieten Osterode, Duderstadt/Gieboldehausen, Radolfshausen, Dransfeld, Münden/Staufenberg, Adelebsen/Bovenden sowie Rosdorf/Friedland/Gleichen. Hintergrund: Im Kreis gibt es Schuleinzugsgebiete. Abgesehen von Sondergenehmigungen und dem Wunsch, eine Gesamtschule zu besuchen, können Schüler aus bestimmten Bereichen nur Schulen in ihrer Region besuchen. Und nur diese Schulen sind bei der jeweiligen Frage nach den konkreten Schulwünschen aufgelistet. Im Eichsfeld-Fragebogen also nur die Duderstädter Schulen und die KGS Gieboldehausen. In Dransfeld neben der dortigen Oberschule und dem Gymnasium in Münden auch die Gesamtschulen und Gymnasien in Göttingen.

Für die Elternbefragung gibt es einen straffen Zeitplan: Vom 23. Oktober bis zum 1. Dezember sollen die Eltern angeschrieben werden und ihre beantworteten Bögen zurücksenden. Bis Anfang Februar sollen sie ausgewertet werden. „Zu spät“, kritisierten im Ausschuss Eckhard Fascher (Die Linke) und Thomas Stiller (FDP). Sollte die Befragung den erwarteten Elternwunsch im Eichsfeld nach einer staatlichen IGS in Duderstadt bestätigen, seien die Fristen für eine Genehmigung durch das Land Niedersachsen nicht mehr einzuhalten. Folge: Frühestens im Sommer 2019 könnte eine neue IGS in Trägerschaft des Kreises gegründet werden. Die katholische IGS in Duderstadt aber schließt bereits im kommenden Jahr. Diese Entwicklung war Auslöser der Elternbefragung. „Das bedeutet ein Jahr Lücke, damit ist die neue IGS so gut wie tot“, so Fascher.

Das hatte zuvor auch eine Elterninitiative zur Rettung eines IGS-Angebotes in Duderstadt kritisiert. Zugleich hatte sie beklagt, dass der Fragebogen für das Eichsfeld „bereits tendenziell die Schließung der IGS unterstellt“.

Katholische IGS nicht aufgelistet

Tatsächlich ist die zurzeit bestehende katholische IGS im Fragebogen für das Eichsfeld neben dem Gymnasium, Haupt- und Realschule sowie der KGS in Gieboldehausen nicht aufgelistet. Die Forderung von Fascher und Stiller, sie aufzunehmen, lehnte der Ausschuss ab. Hauptargument: Die IGS sei eine Privatschule, der Kreis aber habe das Ziel, mit der Befragung die Entwicklung seiner staatlichen Schulen sicherzustellen. Schuldezernent Marcel Riethig bestätigte, dass es eine Lücke geben könne. „Wir haben so schnell wie möglich gearbeitet, an den Fristen aber können wir nichts ändern.“

Von Ulrich Schubert

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