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Göttingen „Das ist ein gewaltiger Kraftakt“
Die Region Göttingen „Das ist ein gewaltiger Kraftakt“
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00:18 30.10.2018
Im Sommer bekommt die Carl-Friedrich-Gauß-Schule eine neue Erdspeicherheizung. Quelle: Foto: R
Göttingen

Alleine in diesem Jahr gibt der Landkreis etwa 27,7 Millionen Euro aus, um seine Schulen auszustatten – elf Millionen Euro mehr als vor sechs Jahren in den Altkreisen Göttingen und Osterode. „Und dieses Niveau wollen wir im nächsten Jahr halten“, sagt Kreisschuldezernent Marcel Riethig – „auch wenn das ein gewaltiger Kraftakt ist“.

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Der Haken dabei: Eigentlich müsste der Kreis mehr als 50 Millionen Euro investieren, wenn er seine Schulen in den nächsten Jahren optimal ausstatten und vorhalten will. Etwa 19 Millionen Euro wird es schon kosten, Brandschutzauflagen zu erfüllen. Mindestens fünf Millionen Euro braucht der Kreis, um alle Schulen barrierefrei (Inklusion) zu machen. Für die wünschenswerte energetische Sanierung der Gebäude müsste der Kreis fast 28,5 Millionen Euro investieren. Hinzu kommen jährliche Ausgaben für Grundstücksunterhaltung und Energieverbrauch.

Weil der Kreis diesen gewaltigen Berg nicht bewältigen kann, „müssen wir Prioritäten setzen“, nennt Riethig einen weiteren Grund für den jetzt diskutierten Schulentwicklungsplan (SEP). Dabei wird nicht im Detail festgelegt, wann was genau gebaut werden soll – es werden zunächst grundsätzliche Leitlinien formuliert.

Danach stehen an erster Stelle Ausgaben für Brandschutz und Inklusion. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben und die Investitionssummen ergeben sich aus dem Bedarf. An nächster Position stehen die „pädagogischen Bedarfe“: Mit entsprechender Ausstattung will der Kreis die Schulen so gut wie möglich dabei unterstützen, ihre Konzepte umsetzen zu können. In diesen Bereich fallen auch schnelle Internetanschlüsse für alle Schulen.  

Erst an vierter Stelle steht die energetische Sanierung der Gebäude. Das ist neu, erklärt Riethig. In den zurückliegenden Jahren habe der Kreistag als 1. Priorität ein besonderes Augenmerk auf energetische Sanierung gestellt.

„Brandschutz und Inklusion schaffen wir, darüber hinaus wird es im Rahmen unserer Finanzmittel schon schwierig“, räumt Riethig ein – trotz des Kraftaktes. Mit Blick auf den hohen Bedarf müssten die zur Verfügung stehenden Mittel „optimal“ eingesetzt werden. Um dann Prioritäten zu setzen, schlägt die Verwaltung drei Hilfskriterien vor: Schülerzahl, Vorrang für Schulen mit hoher Zukunftssicherheit, Rücksicht auf vorhandene Standards und Konzepte.

Von Ulrich Schubert

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