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Göttingen Eltern aus Weende hoffen auf Entscheidung über Ganztagsschule
Die Region Göttingen Eltern aus Weende hoffen auf Entscheidung über Ganztagsschule
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00:29 03.03.2018
Bereits im Januar haben Eltern aus Weende vor dem Neuen Rathaus Göttingen für ein Ganztagsangebot an der Wilhelm-Henneberg-Schule demonstriert. Quelle: Christina Hinzmann
Weende

An diesem Donnerstag könnte die Entscheidung fallen, ob die Wilhelm-Henneberg-Schule in Weende ab Sommer ein Ganztagsangebot vorhält - zumindest in abgespeckter Form. Nach massivem Elterndruck hat die Verwaltung mögliche Wege gefunden. Sie sollen im Schulausschuss des Rates vorgelegt werden.

Seit gut einem Jahr ringen Schulleitung, Elternvertreter, Ratsfraktionen und die Stadt Göttingen als Träger um eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule. Es gab viele Gespräche und eine Eltern-Demo vor der Sitzung des Schulausschusses im Januar. Auch für die Sitzung an diesem Donnerstag hat die Elterninitiative in Weende Mitstreiter mobilisiert. Vor diesem Hintergrund wird die Sitzung nach Angaben der Schulverwaltung in den großen Ratssaal verlegt.

„Wir hoffen sehr, dass jetzt eine endgültige Entscheidung getroffen wird“, sagte am Mittwoch Christel Bonnas von der Elterninitiative pro Ganztagsschule. Um darauf hinzuwirken „werden wir auch zu dieser Sitzung wieder in großer Zahl kommen“ kündigte sie an.

Eigentlich sind sich alle einig, dass die Wilhelm-Hennerberg-Schule Ganztagsschule werden soll. Das Problem: Die Stadt hat für ihre Ganztagsgrundschulen Mindeststandards und Rahmenbedingungen festgelegt. Diese lassen sich an der Wilhelm-Henneberg-Schule (WHS) aber nicht umsetzen, weil Schulgebäude und -grundstück zu klein sind. Eine abgespeckte Lösung hatte die Verwaltung im Januar noch abgelehnt. Dabei war sie auch davon ausgegangen, für eine verkürzte Betreuungszeit keine außerschulischen Partner zu finden. Das hat sich - unter anderem durch Vermittlung der Schule, der Eltern und CDU im Rat - geändert.

In ihrer Vorlage zur nächsten Schulausschuss-Sitzung betont sie erneut, dass die von ihr favorisierte Ganztagsbetreuung mit eigener Mensa an der Schule und Betreuung bis 17 Uhr in einem Juniorclub vorerst nicht möglich sei. Sie kommt aber zu dem Schluss, dass eine abgespeckte Ganztagsbetreuung umgesetzt werden kann.

Die Eckdaten für diese provisorische Lösung: Die WHS wird ab kommendem August offene Ganztagsschule mit schulischem Angebot an vier Tagen bis 15.30 Uhr, freitags ist um 13 Uhr Unterrichtsschluss. Die St. Vinzenz Kirchengemeinde stellt für zunächst zwei Jahre ihren Gemeindesaal als Mensa zu Verfügung. Als Kooperationspartner bieten sich der Stadtsportbund mit den angeschlossenen Weender Vereinen und die Deutsch-Russische-Gesellschaft an.

Diese Lösung entspreche weitgehend dem Wunsch der Elter. Sorge bereite ihnen aber ein „nachrichtlicher“ Hinweis der Verwaltung, sagte Bonnas. Darin geht die Verwaltung auf eine mögliche Kooperation mit der Hainbundschule für ein Ganztagsangebot ein. Und sie verweist auf weitere freie Plätze im Ganztagsbereich der Brüder-Grimm-Schule. „Das kommt für uns aber nicht infrage“, protestierte Bonnas. Die Wege dorthin seien zu weit und für kleine Kinder zu gefährlich.

Ob die skizzierten Möglichkeiten umgesetzt werden, muss der Ausschuss entscheiden Der Schulausschuss tagt am Donnerstag, 1. März, um 16 Uhr im Ratssaal im Neuen Rathaus. Die Elterninitiative will ab 15.30 Uhr vor dem Rathaus demonstrieren.

Von Ulrich Schubert

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