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Göttingen Sensationsfund in Nörten-Hardenberg wird zum Schutz verfüllt
Die Region Göttingen Sensationsfund in Nörten-Hardenberg wird zum Schutz verfüllt
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01:12 12.12.2014
Kurz vor der Verfüllung: Stefan Amt (l.) und Andreas Körner mit der Zeitkapsel. Quelle: Hinzmann
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Nörten-Hardenberg

Eine Zeitkapsel hat der Baudenkmalpfleger des Bistums Hildesheim, Stefan Amt, in das historische Gemäuer gelegt. Sie enthält einen aktuellen Münzsatz sowie Zeitungsartikel, Fachbeurteilungen und seine Sicht vom Ablauf der Grabung.
Im Juli kamen bei Arbeiten an der Kanalisation erste ­Hinweise auf die Sensation zum Vorschein. Ein Suchschnitt im Vorjahr hatte gezeigt: Nur 35 Zentimeter unter dem Asphalt liegen Fundamentteile der fast 1000 Jahre alten Vorgängerkirche von St. Martin.

Dann begann die Göttinger Firma Streichardt und Wedekind Archälogie mit der Grabung. Immer mehr kam von der Krypta zum Vorschein. Ihre Vollständigkeit habe alle überrascht, sagt Baudenkmalpfleger Amt. „Wir haben uns ein Loch in den Bauch gefreut, als wir die stehende Säule fanden.“ So soll sie auch für die Nachwelt erhalten bleiben. Ein Stück Rohr mit Sand als Mantel soll sie schützen.

Die ganze Krypta wird mit Feinkies aufgefüllt. Damit wird auch die Hoffnung begraben, dass der Kirchbau öffentlich zugänglich bleibt. Pfarrer Andreas Körner von der St.-Martin-Gemeinde hätte sich die Krypta als zusätzlichen Raum für den Gottesdienst gewünscht. Auch Amt hatte Ideen für die Präsentation. Doch dafür wäre viel Geld nötig gewesen.

Das jedoch fehlte, die Würfel fielen für Verfüllung mit Feinkies und Erde. Mit jeder Schaufel Feinkies heißt es Abschied nehmen. 600 Tonnen passen in  die Krypta, sagt der Bauleiter Harald Meyer von der Firma Oppermann für Garten- und Landschaftsbau aus Hildesheim. Darüber kommen 120 Tonnen Mutterboden. Die Arbeiten sollen im Verlauf dieser Woche abgeschlossen werden. Dann soll Gras über die Krypta wachsen.

Vielleicht könne man mit verschiedenen Grassorten den Grundriss des alten Kirchbaus zeigen, meint Amt. „Perfekt bearbeitet“ sei der Sensationsfund, sagt Olaf Oliefka, Mitarbeiter der Grabungsfirma, der die Aktion fachlich begleitet. „In Jahrhunderten ist es noch machbar, da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben“. Was es für die Menschen der Jetztzeit geben wird, ist eine digitale Darstellung und eine Publikation für die Fachwelt.

Von Ute Lawrenz

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