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Göttingen Geschichten von harter Arbeit und schönen Mädchen
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00:18 01.02.2018
Cornamusa in der Stadthalle: eine neue Darbietung irischer Stepptanzkunst in Verbindung mit bekannten schottischen Melodien und Rhythmen. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

World of Pipe Rock and Irish Dance nennt sich die Formation aus deutschen Musikern und internationalenTänzern, die den ersten Teil ihrer Show Irland widmet. Sechs Männer in kurzen Röcken – nur der Violinist bevorzugt eine karierte Hose – präsentieren mit Violine, Geige, Thin Whistle, Schlagzeug und Gitarren in der nur etwa halb gefüllten Stadthalle ihre Musik. Sie erzählen Geschichten aus Irland, von schönen Mädchen, harter Arbeit, dem Dorftanz und der Wahl der Braut. Traditionelle irische Lieder haben sie in eigene Arrangements gepackt, um sie mit Tanzeinlagen zu verbinden. In mal leicht mal kräftig thüringischem Zungenschlag führen sie durch die Show.

Seit 2003 gibt es Cornamusa, hervorgegangen aus einer Coverrockband aus dem thüringischen Neuhaus um Torsten Bähring und Peter Scheler. Mit verschiedenen Shows, die Rock, Folklore und Tanz verbinden, touren sie seitdem durch Deutschland.

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Traditionelle irische und schottische Musik in neuen Arrangements und irischen Stepptanz verbindet die Show Cornamusa. Am Sonntagabend waren die Musiker und Tänzer in der Göttinger Stadthalle zu Gast.

Eingängig sind die Melodien, natürlich tanzbar und fröhlich. Manchmal allerdings lässt sich die Band zu einer etwas schleppenden Gangart verleiten. Dann fehlt die Dynamik, die Energie, die irische Musik unbedingt erfordert. Diese Energie bringen umso mehr die Tänzer auf die Bühne.

Mit dem Ungarn Gyula Glaser und Nicole Ohnesorge hat Cornamusa zwei Profis engagiert. Glaser gewann unter anderem drei Europameistertitel und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften im Irish Dance. Er wurde von Ronan Morgan (Lord of the Dance, Dancing on Dangerous Ground) unterrichtet. Ohnesorge, die sich nach klassischer Balletausbildung seit dem Jahr 2000 dem Irischen Tanz widmet, gewann drei Deutsche Meistertitel, den Zweiten Platz in der Europameisterschaft und den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft (WIDA). Gemeinsam mit den Tänzern der „Irish Beats Dance Company“ zeigen sie die typischen schnellen, exakten Fußbewegungen, mal in den sogenannten Heavy Shoes mit Absatz und Beschlag, mal in soften, eher dem Ballet ähnlichen Schuhen.

Ein Marsch durch die Stadthalle

Der zweite Teil der Show ist Schottland gewidmet und beginnt mit einem Marsch durch die Stadthalle mit Dudelsack und Trommlern. Hier verbindet eine Geschichte über das karge Leben in den Highlands und die Auswanderung über den wilden Atlantik die eigenwillige Mischung von Cornamusa geschmeidiger als im ersten Teil. Ein Duell zwischen Trommlern und Tänzern sowie einige wirkungsvoll in Tanz umgesetzte Streitereien prägen diesen Showteil ebenso wie eine gelungene Fassung von „Amazing Grace“. Beim Braveheart-Gitarrensolo darf dann auch einmal die Rocker-Attitüde losgelassen werden.

Das Publikum ist immer wieder vor allem vom Tanz begeistert, lässt sich auch dazu bewegen, bei einigen Einlagen mitzumachen. Cornamusa hat eine treue Fangemeinde, die auch so manchen Kalauer in der Moderation verzeiht. Ein Abend mit einer ungewöhnlichen Mixtur, der dann doch ein bisschen irisch-schottisches Flair in der nüchternen Stadthalle bringt.

Von Christiane Böhm

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