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Göttingen Show mit Ranga Yogeshwar in der Lokhalle
Die Region Göttingen Show mit Ranga Yogeshwar in der Lokhalle
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17:46 19.09.2012
Startklar: Der „Smart Bird“ hebt ab zum Flug durch die vollbesetzte Lokhalle. Seine Konstrukteure setzen auf Hightech-Material und Bionik. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Sicher ist hingegen, dass es in der gut dreistündigen „Highlights-Show“ in der Göttinger Stadthalle tatsächlich einiges zum Staunen gab. Und das lag nicht nur an den spektakulären Showeinlagen des Jonglage-Weltmeisters Thomas Dietz und des Zauberkünstlers Topas, sondern vor allem an den Physikern, die ihre Labore gegen die Bühne getauscht haben, um ihre Arbeit und Forschungsergebnisse vorzustellen.

Fotos von der Physik-Show mit Ranga Yogeshwar in der Lokhalle.

Vor allem der mechanische Vogel von Elias Knubben, der über den Köpfen des Publikums ferngesteuert seine Runden zog, begeisterte die Zuschauer. Das besondere dabei: Die Wissenschaftler haben für seine Konstruktion nicht nur besonders leichte Kohlefasern für Körper und Knickflügel verbaut, sie haben versucht, mit der filigranen Mechanik, die Bewegungsabläufe beim Flug eines echten Vogels möglichst exakt nachzuahmen. Dabei hat das Knubben-Team erstaunliches festgestellt. Durch kleine Drehbewegungen beim Flügelschlag nutzt das Vorbild aus der Natur die aufgewandte Energie optimal aus. Ihrem bionischen Vogel gelingt das inzwischen auch sehr gut.

Staunen mit Knalleffekt: Die 3000 Zuschauer in der Halle sind begeistert. Quelle: Pförtner

Was dort noch wissenschaftliche Spielerei ist, ist bei Karl Leo bereits in das Stadium getreten, alltägliche Anwendungen zu finden. Der Physiker der Uni in Dresden ist 2011 für seine Weiterentwicklung von organischen Leuchtdioden (OLED) mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden. Die von ihm entwickelten Leuchtkörper, die etwa als dünne, durchsichtige Folie auf Fenster geklebt werden können, setzen derzeit den verbrauchten Strom zu 30 Prozent in Licht um, 70 Prozent verpuffen ungenutzt als Wärme. Herkömmliche Glühbirnen kommen auf ein Verhältnis von fünf Prozent Licht und 95 Prozent Wärme. Leos Ziel für seine OLED: 70 Prozent Licht und nur 30 Prozent Wärme.

Dass sich die Beschäftigung mit der Physik und sportliche Bestätigung durchaus vereinbaren lassen, haben die Zwillinge und Golfspieler Jonathan und Benjamin Schmidt aus Halle gezeigt. Die Jugend-forscht-Preisträger haben eine Methode entwickelt, wie sich die Schlägergeschwindigkeit beim Schlagen eines Golfballs messen lässt.

Die Show war Auftakt zum fünftägigen Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“. Bis Sonnabend macht es unter dem Motto „Rätsel der Materie“ in der Göttinger Innenstadt Station. Das Bundesforschungsministerium, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die Göttinger Universität sind die Organisatoren.

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