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Sicher Autofahren im Alter

Veranstaltung der Polizeiinspektion Sicher Autofahren im Alter

Tipps rund um die sichere aktive Teilnahme am Straßenverkehr haben am Mittwoch mehr als 50 Senioren in der Polizeiinspektion Göttingen bekommen. Die Informationsveranstaltung „Göttinger Senioren machen mobil - sicher ans Ziel!“ ist ein Angebot der Göttinger Polizeiinspektion und der Verkehrswacht.

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Polizeiprojekt für Rentner im Auto: Fahrschullehrer Tobi Hillmann gibt Tipps für die richtige Haltung am Steuer.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Sicheres Autofahren ist nicht abhängig vom Alter“, stellte Polizeihauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Es gebe Senioren ab 65 Jahren, die gut und sicher führen. „Genauso gibt es 20-Jährige, die lieber mit dem Bus fahren sollten. Trotzdem sind wir uns alle darüber bewusst, dass ­ältere Menschen anders reagieren als 20-Jährige“, sagte Arnecke.

Senioren seien viel mobiler als vor 20 Jahren, aber die Verkehrsunfälle mit ihnen seien rückläufig. „Verkehrsunfälle geschehen nicht, sie werden verursacht“, betonte der Verkehrssicherheitsberater. Diese Unfälle hätten unterschiedliche Ursachen, gegen die etwas getan werden könne.

Eine Ursache seien Medikamente, erklärte die Ärztin Anne Jitschin. Jeder fünfte Senior nehme mehr als fünf Medikamente gleichzeitig. Dennoch seien eingenommene Arzneien nicht zwingend der Grund für Verkehrsunfälle. Sie nannte bleiernde Müdigkeit, schlechte Sicht und Schwindel als Merkmale einer Fahruntüchtigkeit. So können Diabetis-Mittel eine Fahruntüchtigkeit verursachen. „Grundsätzlich sollte man als Diabetiker darauf achten, dass beispielsweise Traubenzucker schnell verfügbar ist“, sagte die Medizinerin.

Zu Beginn einer Therapie mit Bluthochdruckmitteln könne der Patient in den ersten Wochen mit Schwindel und Kopfschmerzen reagieren, erklärte Jitschin. Auch die Wirkung von Schlafmitteln und Erkältungsmitteln werde ihrer Meinung nach von vielen falsch eingeschätzt. Grundsätzlich sei aber jeder für seine Fahrtauglichkeit verantwortlich. „Wenn Sie unsicher sind, ob Sie fahren können, lassen Sie das Auto stehen“, riet die Ärztin.

Eine weitere Ursache für Verkehrsunfälle sei Eile, sagte Hauptkommissar Arnecke. Er emphahl den Teilnehmern, genug Zeit für Fahrten einzuplanen, unbekannte Strecken zu vermeiden, wenn sie sich nicht fit fühlen, und ihr Hör-, Seh- und Reaktionsvermögen untersuchen zu lassen.

Als sehr hilfreich bezeichnete Werner Georg, 80 Jahre alt, die Veranstaltung. Er werde versuchen, die Tipps umzusetzen. „Toll, dass Senioren die Gelegenheit haben, nachzufragen“, sagte Gisela Kranz aus Osterode. Eine zweite Veranstaltung „Göttinger Senioren machen mobil - sicher ans Ziel!“ beginnt am Dienstag, 23. Mai, um 15.30 Uhr in der Polizeiinspektion Göttingen, Otto-Hahn-Straße 2.

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