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Sieben Fragen an Frauke Heiligenstadt (SPD)
Die Region Göttingen Sieben Fragen an Frauke Heiligenstadt (SPD)
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19:22 03.01.2013
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1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?

Wir müssen alle Möglichkeiten regenerativer Energieerzeugung prüfen und dabei ein vernünftiges Maß finden. Jede Form der Energiegewinnung muss verträglich mit Aspekten wie zum Beispiel Natur- und Landschaftsschutz und den Belangen der Bevölkerung abgewogen werden. Es ist noch ausreichend Raum für regenerative Energien vorhanden, aber es sollte auch ein sorgsam abgewogenes Gesamtkonzept erarbeitet werden.

2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?

Wir befinden uns noch im Verhandlungs- und Diskussionsstadium. Es sind die positiven und negativen Aspekte für den Landkreis Northeim abzuwägen. Wenn am Ende des Prozesses eine Fusion sinnvoll ist, werde ich diese Entscheidung unterstützen.

3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?

Das kann man so „schwarz-weiß“  nicht beantworten. Es kommt auf den Bildungsgang an. In jedem Fall wäre eine noch stärkere Kooperation der Berufsbildenden Schulen im Landkreis und über Kreisgrenzen hinaus wünschenswert. Dabei wollen wir die Berufsschulstandorte so lange wie möglich erhalten und weiterentwickeln zu Kompetenzzentren zum Beispiel auch für die Weiterbildung.

4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?

Wir müssen im Rahmen eines Aktionsplanes „Aufbruch Südniedersachsen“ von der Landesebene ein Programm für Südniedersachsen erarbeiten und damit Förderung und regionale Entwicklung stärker auf die Region konzentrieren. Dann sind innovative Ideen für die Dörfer gefragt – von flexiblen Mobilitätskonzepten bis zu stärkerer Unterstützung von Nahversorgungskonzepten und Pflegeangeboten im ländlichen Raum.

5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?

Mit dem hoffentlich öffentlich durchgeführten Ausbau der A 7 und damit der Ertüchtigung dieser Verkehrsader durch unsere Region können wir schon eine gute Entlastung schaffen. Dabei muss dann aber auf den privaten Ausbau der A 7 verzichtet werden.

6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?

Wir werden keine Schulform abschaffen. Die Schullandschaft soll sich so entwickeln können, wie Eltern und Schulträger dies vor Ort wünschen. Schulträger und die Eltern fragen zurzeit vor allem Gesamtschulen, Oberschulen und Gymnasien nach. Schulen, in denen möglichst lange gemeinsam gelernt werden kann, erleichtern auch den Schulträgern die Planung.

7. 380-kV-Leitung: Trotz hoher Kosten in die Erde? Oder dann lieber verzichten?

Die Kosten für Erdverkabelung sind zwar zunächst etwas höher. Sie rentieren sich aber über die gesamte Nutzungsdauer, weil es weniger Leistungsverluste gibt und die Leitungen nicht so wartungsanfällig sind. Daher gehe ich davon aus, dass eine Erdverkabelung neben einer höheren Akzeptanz vor Ort auch nachhaltiger und damit auch ökonomischer ist.

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