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Sieben Fragen an Ingo Redeker (Grüne)
Die Region Göttingen Sieben Fragen an Ingo Redeker (Grüne)
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19:20 03.01.2013
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1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?

Ich höre oft die Angst vor der Verspargelung unserer Landschaft. Doch wir wollen den Atomausstieg. Eine Alternative ist die Windenergie. Wir haben in wenigen Kilometern Entfernung das KKW Grohnde und die Asse. Wir sollten uns klar überlegen, was wir wollen. KKW und noch mehr Atommüll oder ein paar Windräder mehr. Auch sollten wir es durch Gründungen von Energiegenossenschaften positiv für uns nutzen.

2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?

Ganz klar ja! Sinnvoll kann nur eine Fusion Göttingen, Osterode und Northeim sein. Viele Aufgaben der Kreisverwaltungen könnten auch unsere Gemeindeverwaltungen übernehmen, und dadurch hätten wir eine noch bessere Bürgernähe.

3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?

In manchen Ausbildungsberufen ist es sicher schwierig, die Berufsschulen zu zentralisieren. Dies muss im Einzelfall geprüft werden. Doch muss eindeutig gesagt werden, dass Schulen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein müssen.

4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?

Hier gibt es keine pauschale Lösung. Die Gemeinden und auch Ortschaften müssen über Sozialpläne prüfen, wie eine Neustrukturierung sinnvoll ist. Und hier muss es Unterstützung von Land und Bund geben. Dieses Thema ist so umfangreich und kann nur schwer in wenigen Worten beantwortet werden.

5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?

Vielerorts sind wir durch falsche Strukturierung selber schuld. Arbeitsplätze gibt es nur noch in Ballungsgebieten, und auch der Bau von Einkaufszentren hat dazu geführt, dass nur noch zentrale Punkte angesteuert werden. Ein Nachteil von vielen Fehlern der Zentralisierung.

6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?

Ganz eindeutig die IGS mit Zweigstellen im ländlichen Raum. Wir dürfen auch hier nicht den Fehler der Zentralisierung machen.

7. 380-kV-Leitung: Trotz hoher Kosten in die Erde? Oder dann lieber verzichten?

Die Trassen sind kein Problem der Neuzeit und des Atomausstiegs. Wenn man schon vor Jahren mit der Erdverkabelung angefangen hätte, würde sich diese Frage erübrigen. Da sehe ich den Ausbau der Autobahnen, wo man hervorragend verschiedenste Versorgungsleitungen mit einbringen konnte.

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