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Sieben Fragen an Doris Glahn (SPD)
Die Region Göttingen Sieben Fragen an Doris Glahn (SPD)
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20:05 03.01.2013
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1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?

Die Energiewende voranzutreiben ist mir wichtig. Hierzu ist der weitere Ausbau regenerativer Energien, insbesondere Windenergie, notwendig. Ein Wildwuchs durch immer neue Windkraftanlagen und eine Verspargelung der Landschaft wird durch die Ergebnisse der Windpotenzialanalyse des Landkreises nicht eintreten. Ich favorisiere Repowering und Bürgerwindparks und will eine intensive Bürgerbeteiligung.

2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?

Sinkende Bevölkerungszahlen bedeuten sinkende Steuereinnahmen und sinkende Finanzkraft. Unsere Kommunen müssen handlungsfähig bleiben! Um dieses zu erreichen, ist die Kreisfusion eine Lösung. Dadurch werden Kräfte gebündelt und die Region Südniedersachsen erhält ein stärkeres politisches Gewicht. Ich werde mich für den Erhalt von bürgernahen Verwaltungsleistungen in der Fläche einsetzen.

3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?

Dezentrale berufsbildende Schulen bieten jungen Menschen Ausbildungsperspektiven vor Ort und stärken somit die ländlichen Regionen, insbesondere unter dem Aspekt des demografischen Wandels. Diese zu erhalten ist mir ein großes Anliegen. Im Landkreis Göttingen sind die Berufsschulen gesichert, auch der Standort Duderstadt muss und wird erhalten bleiben.

4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?

Um ein Ausbluten zu verhindern muss Infrastruktur wie Kitas, Schulen und medizinische Versorgung vorgehalten werden oder erreichbar sein, damit Dörfer für alle Generationen attraktiv sind. Mobilität wird dabei immer wichtiger. Ich werde mich für die Entwicklung regionaler Konzepte unter Einbeziehung von z.B. ÖPNV, Anrufsammeltaxis und auch ehrenamtlichem Engagement einsetzen.

5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?

Der Verkehr muss von der Straße. Damit wir dieses erreichen ist der Anteil an Schienengüterverkehr und auch der öffentliche Personenverkehr auf Schienen und Straßen zu erhöhen. Angebote von Bus und Bahn müssen aufeinander abgestimmt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Mein Ziel ist echte Alternativen zum PKW zu schaffen und gleichzeitig die Umwelt durch Reduzierung von CO² zu schonen.

6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?

Gute Bildungspolitik heißt für mich Chancengleichheit für alle Kinder. Es geht nicht primär darum, eine Schulform abzuschaffen, sondern um das Nebeneinander von unterschiedlichen schulischen Angeboten und optimale Förderung. Der freie Elternwille muss erhalten bleiben. Neben dem Ausbau von voll ausgestatteten Ganztagsschulen müssen die Hürden zur Einrichtung von Gesamtschulen beseitigt werden.

7. Angst vor (Beispiel) ausländischen Banden: Wie wollen Sie Kriminalität bekämpfen?

Eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung unserer Polizei hat für mich oberste Priorität. Die materielle Ausrüstung auch im Bereich IT ist zu verbessern, die Sicherheitsbehörden müssen sich besser abstimmen und zusammenarbeiten. Im Bereich der Jugendkriminalität muss das Hauptgewicht auf Präventionsarbeit liegen. Für mich gilt: so viel Überwachung wie nötig, so wenig wie möglich.

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