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Göttingen Zur Zukunft der Göttinger Stadthalle
Die Region Göttingen Zur Zukunft der Göttinger Stadthalle
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00:17 08.05.2017
Sanierung oder Neubau? Die Diskussion um die Stadthalle in Göttingen dauert an. Quelle: Hinzmann
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Göttingen / Duderstadt

„Da war ich noch nie“, sagt Clarissa Kessler auf dem Duderstädter Markt. Gerade als junge Mutter würde sie sich, wenn sie weggehe, etwas in der Nähe suchen, Bars oder vielleicht auch in der Duderstädter Eichsfeldhalle.

„Da habe ich überhaupt nichts mit zu tun“, so eine Desingeröderin, die ihren Namen nicht nennen möchte.

Eine eindeutige Meinung zur Göttinger Stadthalle hat jedoch Johannes Werner: „Die sieht total hässlich aus, lieber abreißen als sanieren.“

Doch ganz vereinzelt gibt es auch positive Stimmen: „Da lohnt sich doch bestimmt noch das Sanieren“, mutmaßt Rita Sauer. Die Stadthalle habe einen top Standort, fußläufig sei ideal die Göttinger Innenstadt erreichbar, ergänzt Tochter Nadine Büchler.

„Vor einigen Jahren habe ich dort meinen Abiball gefeiert“, erklärt Denise Lehrke. Höchstens an der Raumaufteilung müsse was gemacht werden: „Es war damals einfach zu eng, wir konnten kaum tanzen.“ Sauer hat indes schon Karten reserviert. Im Oktober besuche sie eine Ohnsorg-Vorstellung in der Stadthalle.

Auf dem Göttinger Wochenmarkt sieht die Mehrheit der Befragten eine Sanierung der Stadthalle als Notwendigkeit an. Dennis Schulz und Lars Margerkhoth sprechen sich gar für einen Abriss und Komplettneubau aus. „Die Stadthalle erinnert im Gegensatz zur Stadthalle in Hannover eher an das 19. Jahrhundert. Außerdem müssten die Parkanlagen modernisiert werden“, sagt Schulz.

Dem Standbesitzer Gottfried Rudolph aus Wollbrandshausen gefällt die Stadthalle momentan ganz gut so wie sie ist. „Es macht keinen Sinn, sie abzureißen. Aber es spricht nichts gegen eine kleine Verschönerung des Außenbereichs“, schlägt er vor.

Für Faruk Cobanoglu kommt nur eine Sanierung der Stadthalle in Betracht. „Eine Modernisierung würde vollkommen ausreichen. Außerdem gefällt mir der Vorraum nicht“, sagt der 62-Jährige.

Die aus Göttingen stammende Kerstin Görcke bemerkt, dass die Stadthalle einen 70er-Jahre-Charme habe. „Ein möglicher Abriss und Neubau ist wahrscheinlich die günstigste Alternative. Vielleicht könnte man einen Architekturpreis ausloben“, schlägt die 42-Jährige vor.

Patrick Houdaert unterstreicht die Bedeutung der Stadthalle: „Eine mögliche Renovierung der Stadthalle ist sehr wichtig, um all die Kultur zu retten, die ansonsten nie präsentiert werden kann. Man kann nicht alles in der Lokhalle vorführen“, stellt der 63-jährige Standbesitzer fest.

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