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Soll Göttinger Fußgängerzone für Radfahrer freigegeben werden?

FDP will Freiheit für Radler Soll Göttinger Fußgängerzone für Radfahrer freigegeben werden?

Frei Fahrt für Radfahrer in der Göttinger Fußgängerzone - zumindest von 19 bis 9 Uhr. Das fordert die FDP. Am Freitag will sie ihre Idee im Rat vorstellen. Es ist ein altes Thema: Mehrfach hatten die Grünen es schon vorgeschlagen, auch zu einem Radverkehrsentwicklungsplan wurde es diskutiert.

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In der Göttinger Fußgängerzone ist radfahren verboten. Die FDP will das zumindest nachts ändern.

Quelle: Alciro Theodoro Da Silva

Göttingen. Für eine fahrradfreundliche Innenstadt sei die Freigabe der Fußgängerzone „eine sinnvolle Maßnahme, um die gegenwärtige Situation für Radfahrer zu verbessern“, erklärt FDP- Ratsherr Thorben Siepmann zum Antrag seiner Fraktion. Allerdings sollten Radfahrer nur nachts, wenn die Läden geschlossen haben, in der Weender Straße und den angrenzenden Straßen freie Fahrt bekommen. So bliebe der Charakter der Fußgängerzone tagsüber erhalten. Zugleich werde der nachts „wenig genutzte öffentliche Raum nutzbar gemacht“.

In einer Mitteilung der FDP zählt Siepmann weitere denkbare Vorteile auf, wenn der innerstädtische Fußgängerbereich für Fahrradfahrer freigegeben würde: Radfahrer hätten kürzere Wege und müssten nicht um die Innenstadt herum fahren, wenn sie sie kreuzen wollen. Das wiederum werde den morgendlichen Berufsverkehr entlasten.

Natürlich sei „gegenseitige Rücksichtnahme bei einem solchen teilweisen shared-space-Konzept selbstverständlich“, ergänzte die Fraktionsvorsitzende Felicitas Oldenburg. Radler müssten dann ihre Geschwindigkeit den nach wie vor vorrangigen Fußgängern anpassen und gemäß der Straßenverkehrsverordnung vorausschauend fahren. In mehreren Städten sei dies bereits erfolgreich umgesetzt, fügte Oldenburg an - unter anderem in Trier und Köln. In Trier ist die Fußgängerzone nach Angaben der Stadt „im peripheren Bereich ganztägig und im zentralen Bereich im Zeitraum von 19 Uhr abends bis 11 Uhr vormittags für den Radverkehr frei gegeben“. Die Bereiche seien entsprechend ausgeschildert.

In ihrem Antrag verweist die FDP auf einen Diskussion vor etwa sechs Jahren. Damals waren die Grünen mit ihrer gleichlautenden Idee gescheitert. Das damalige Hauptargument: Die Fußgängerzone gehöre den Fußgängern. Auch der geänderte Vorschlag, zumindest die Ost-West-Querung über den Nabel für Fahrradfahrer frei zu geben, fand keine Mehrheit. Das gilt auch für verschiedenen Vorschläge die bei der Entwicklung eines städtischen Radverkehrsentwicklungsplanes zum Klimaschutzkonzept der Stadt in AGs diskutiert wurden.

Unabhängig davon fordert die FDP in ihrem Antrag zur Ratssitzung am Freitag die Verwaltung ausdrücklich auf, neue Sonderzeiten für Fahrradkuriere zu bewerben. Diese dürfen inzwischen - auch mit Fahrradanhänger - in der Zeit von 5 bis 11 Uhr die Fußgängerzone befahren.

Die Ratssitzung beginnt am Freitag, 16. Februar, um 16 Uhr im Neuen Rathaus.

Von Ulrich Schubert

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