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Göttingen Sommer, Sonne, Strand – und der erste Advent
Die Region Göttingen Sommer, Sonne, Strand – und der erste Advent
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21:11 27.11.2009
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Dann plötzlich Ärger in der Volksbank Hardegsen. Der Aufsichtsrat hatte überraschend dem dortigen Vorstand gekündigt – und die Vertreterversammlung fühlte sich übergangen. Was zu dem seltenen Ereignis führte, dass Volksbankvertreter (sozusagen die Delegierten der Bank-Anteilseigner) sich zu einer Demonstration trafen. Die Gemeinde Hardegsen, mit ihren rund 8 500 Einwohnern, ist also dabei sich den Ruf zu erwerben (ganz nach Asterix), ein streitbares kleines Dorf am Rande des Solling zu sein. Wir sind gespannt, wie das weitergeht.

Verwirrung bei den Kollegen auch ob der immer mehr um sich greifenden englischen Bezeichnungen. Das jüngste Beispiel kam aus dem eichsfeldischen Gerblingerode. Dort wurde dringend nach einem „Traffic Tower“ gerufen. Früher hieß das mal Blitzlichtanlage. Aber wenn wir das schreiben, versteht uns ja wohl bald niemand mehr.

Für Verwirrung kann man aber auch mit deutschen Begriffen sorgen. So nennt man in Duderstadt einen Automaten, an dem man Hundekot-Abfalltüten kaufen kann inzwischen Hundeklo. Da sind irgendwie Ursache und Wirkung durcheinandergeraten.

Dann lieber zu den heiteren Seiten dieser Tage. Draußen sind 14 Grad, als am Mittwoch der Weihnachtsmarkt eröffnet wird mitten in der Göttinger City. Soweit wir gesehen haben, hat das dem Glühwein-Umsatz noch keinen größeren Schaden zugefügt.

An schönstes Wetter haben wohl auch die Organisatoren der Turngala in der Godehardhalle in Göttingen gedacht. Pünktlich nämlich am 1. Advent läuft die Gala unter dem Motto „Sommer, Sonne, Strand“. Wie dem auch sei – die Gäste werden sich freuen.

Grund zur Freude hatte auch die Sportredaktion des Tageblattes in dieser Woche. Die Kollegen Mark Bambey und Swen Pförtner, die ins ferne russische Krasnodar geflogen waren, vermeldeten auf dem Tageblatt-Liveticker per Internet die Ergebnisse des Basketballspiels der MEG Göttingen und deren Sieg. Und fast 2000 Göttinger nutzten diesen Dienst. Ein Rekord in der inzwischen einjährigen Geschichte unseres Livetickers, über den wir uns, wie erwähnt, sehr gefreut haben.

Grund zur Freude hatte auch ein junges Ehepaar, dem es im fernen bayrischen Rosenheim (bekannt von den „Rosenheim-Cops“) gelungen ist – nach schwierigen Diskussionen – ihr Baby „Rhuma“ taufen zu lassen. Nach der sagenhaften Rhume-Nixe im Eichsfeld. Zugegeben ungewöhnlich, aber warum nicht. Hübsch klingt es ja: Rhuma.
Hübsch anzusehen hingegen sind auch die erotischen Bilder aus dem Kalender der Abiturienten des Felix-Klein-Gymnasiums. Um ihre Abiturfeier zu finanzieren, sind sie auf diese ebenso ungewöhnliche wie aparte Idee gekommen. Vergleichbares haben in Göttingen bisher nur die Damen der BG einmal produziert – soweit wir uns erinnern können. Dass aber so etwas in der heutigen Zeit tatsächlich noch eine Art Moral-Debatte (im Internet und per Leserbrief) hervorruft, das wiederum bringt uns zum Kopfschütteln.

Da diese Form von dauernder Kopfbewegung aber zu Kopfschmerzen führen kann, haben einige Kollegen daher spontan beschlossen, dass es dafür auch noch andere Gründe geben könnte und sollte. Wobei wir wieder beim Glühwein wären. Davon sicher demnächst mehr. Gelegenheiten, dieses so deutsche Getränk zu testen, gibt es auf zahlreichen Weihnachtsmärkten in der Region.

Von Ilse Stein

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