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Göttingen Sparkasse Göttingen will mit neuem Gebäude ans Groner Tor ziehen
Die Region Göttingen Sparkasse Göttingen will mit neuem Gebäude ans Groner Tor ziehen
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20:20 02.04.2014
Platz für Hotel und Sparkassen-Neubau: die Institutsbrache am Groner Tor. Die EBR Projektentwicklungs GmbH will hier bauen. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Hier sollen die zentralen Verwaltungseinheiten zusammengefasst werden, die derzeit auf vier Standorte in der Innenstadt (Weender Straße  13/15, Weender Straße 69, Prinzenstraße 21 und Groner-Tor-Straße 32a) verteilt sind.

In seiner jüngsten Sitzung Mitte März sei der Verwaltungsrat über die Pläne erstmals informiert worden, sagt der Vorsitzende des Gremiums. Landrat Bernhard Reuter (SPD). Vom Vorstandsvorsitzenden Rainer Hald seien dabei „sehr konkrete“ Planungen vorgestellt worden, heißt es aus Kreisen des Gremiums weiter.

Grünes Licht gibt es dafür vom Verwaltungsrat zwar noch nicht, er habe aber zugestimmt, dass das Projekt an diesem Standort geprüft wird. Reuter kommentiert die Pläne: „Ich würde es sehr begrüßen, wenn es dort eine städtebauliche Entwicklung gebe.“

Die Sparkasse hält sich nach außen mit ihren Plänen hingegen bedeckt. Für die Zusammenlegung der zentralen Verwaltungseinheiten würden mehrere Standorte geprüft.

Gesamtplanung des Areals

„Einer dieser möglichen Standorte ist ein Verwaltungsneubau auf dem Gelände des ehemaligen tierärztlichen Instituts“, sagt Vorstandssprecher Frank Sickora auf Anfrage. Hier bestehe die Möglichkeit, das Verwaltungsgebäude in die Gesamtplanungen des Areals zu integrieren.

Für die Stadt Göttingen, die auch Eigentümerin des Geländes ist, steht für die Gesamtplanung weiter fest: ein Hotel mit 120 Zimmern, sagt Sprecher Detlef Johannson. „Wird das so realisiert, bleibt aber in der Tat auf dem Gelände genug Platz für andere Nutzungen.“ Er bestätigt, dass das Angebot eines Investors eine Mitnutzung des Grundstücks durch die Sparkasse vorsieht. Diese trete dabei allerdings nicht als Investor oder Käufer auf.

Bei dem Investor handelt es sich um die EBR Projektentwicklung GmbH, die auch als Investor auf dem ehemaligen IWF-Gelände im Nonnenstieg auftritt. EBR-Geschäftsführer Borzou Rafie-Elizei hatte das bereits Ende Februar gegenüber dem Tageblatt bestätigt.

Hald habe in der jüngsten Verwaltungsratssitzung zu verstehen gegeben, dass auch das neue Sparkassen-Verwaltungsgebäude, dessen Kosten sich im „hohen zweistelligen Millionenbereich“ bewegen sollen, von der EBR Projektentwicklung GmbH realisiert werden soll.

„Exklusiver Kooperationspartner“

Rafie-Elizei ist für den Sparkassenvorstand kein Unbekannter. Seit 2013 ist die Gulz & Partner Immobilien GmbH „exklusiver Kooperationspartner“ der Sparkasse. Auch diese Gesellschaft wird durch Rafie-Elizei vertreten. Zudem vermarktet die Sparkasse unter anderem Wohnungen, die die EBR derzeit in der Geismar Landstraße am Lumière baut.

Neben Rafie-Elizei und den Österreichern Franz Markowski und Hermann Metzler gehören die Göttinger Rainer Nothdurft, geschäftsführender Gesellschafter der L. Baumbach Unternehmensgruppe, und Martin Rode, Geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Rode Bau GmbH & Co. KG, zu den Gesellschaftern der EBR.

Das letzte Wort, wie die Brache am Groner Tor genutzt werden soll, hat die Politik. Noch ist das Thema nicht auf der Tagesordnung.

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