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Göttingen Spendenlauf um den Wendebach-Stausee
Die Region Göttingen Spendenlauf um den Wendebach-Stausee
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00:22 12.09.2018
„Tierisch guter Lauf“: Mit ihren Hunden umrunden die Teilnehmer den Wendebach-Stausee. Quelle: Markus Hartwig
Göttingen

Zum ersten Mal hat der Verein „Aktiv für Hunde in Not“ gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Göttingen am Sonntag einen Spendenlauf organisiert. Unter dem Motto „Tierisch guter Lauf“ kamen Besucher mit und ohne Hund, um zugunsten des Vereins um den Wendebach-Stausee zu gehen, zu walken oder zu laufen. Für Kinder gab es einen Bambinilauf. Der Erlös aus den Teilnahmegebühren, fünf Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder, soll der Arbeit des Vereins zugutekommen.

„Nächstes Mal machen wir mehr Werbung“, bedauerte Carola Staege, die erste Vorsitzende des Vereins, die überschaubare Anmeldezahl am Vormittag. Die, die gekommen waren, genossen allerdings das gute Wetter und absolvierten zum Teil gerne die eine oder andere Zusatzrunde. Am Ende kamen dann doch noch 75 Teilnehmer zusammen. Für die Sicherheit von Hund und Mensch sorgten die Sanitäter des ASB, der auch die Strecke festgelegt hatte.

Volker Hillebrecht aus Ballenhausen hat zwar keinen eigenen Hund, war aber durch eine Kollegin auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht worden. Auf den letzten Metern der zwei Kilometer langen Strecke lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem der Vierbeiner. „Ich hätte nicht gewonnen, wenn der Hund sich nicht von der Getränkestation See hätte ablenken lassen“, sagte er lachend.

Regula Holzhauer war extra aus Elgershausen bei Kassel nach Göttingen gekommen, weil der Lauf „Spaß macht und für eine gute Sache ist“. Ihre Hündin Luna stamme aus einer Tötungsstation aus der Nähe von Porto, weshalb sie Tierschutzarbeit des Vereins in Kroatien gerne unterstütze.

Der Verein unterstützt dort ein Tierasyl und eine Tierarztstation. Kroatische Tierärzte, die durch das Landesinnere fahren, um Nutztiere zu impfen, würden immer wieder auf ausgesetzte und vernachlässigte Hunde aufmerksam. „Da ist noch richtig Armut“, sagte Staege. Vor allem Hündinnen und Welpen würden ausgesetzt, weil sie sich so schnell vermehren. Deshalb hat „Aktiv für Hunde in Not“ gemeinsam mit der Tierarztstation ein Projekt organisiert, bei dem die Menschen auf dem Land ihre Hunde kostenlos kastrieren lassen können.

Der Verein möchte vor allem die Strukturen vor Ort verbessern, holt aber auch vereinzelt Hunde nach Deutschland, die in Kroatien keine Chance auf Vermittlung haben, sagt Staege. Auslandstierschutz sei ursprünglich mal der Fokus gewesen, mittlerweile kümmern sich die Tierschützer aber etwa zu gleichen Teilen um Hunde aus dem Ausland und aus Deutschland. Dazu sind mittlerweile auch Katzen gekommen. Und bei denen ist die Situation im Moment „ganz schlimm“, sagte Staege. Gerade erst konnten einige vermittelt werden, jetzt gebe es demnächst schon wieder Nachwuchs. Deshalb stünden einige Kastrationen an, die bezahlt werden müssten..

Von Nora Garben

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