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Göttingen Spielerischer Umgang mit Kunst für Grundschüler
Die Region Göttingen Spielerischer Umgang mit Kunst für Grundschüler
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16:05 01.08.2018
Roza hat beim Ferienangebot mit kreativem Basteln für Grundschulkinder im Nachbarschaftszentrum teilgenommen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Das Nachbarschaftszentrum Grone bietet in Kooperation mit dem Kunstverein Göttingen einen Ferienworkshop für Kinder an. Bei diesem werden die Grundschüler spielerisch an die Kunst herangeführt.

Der Workshop lief über mehrere Tage und bestand aus zwei Teilen: Erst dem gemeinsamen Besuch einer Kunstausstellung zur Inspiration. Die Kinder sollten Ideen für eigene Kunstwerke bekommen. Beim zweiten Teil durften die Kinder selbst künstlerisch aktiv werden. Sie sollten sich beim Basteln von Collagen frei ausleben können.

Unterschiedlicher Umgang mit Kunst

Zu Beginn des Workshops besuchten die Kinder mit ihren Betreuern die Kunstausstellung von Marina Pinsky. Die in Russland geborene Künstlerin zeigt im Alten Rathaus Bilder, die aus verschiedenen Fotografien entstanden sind. Darunter sind insbesondere Stadtansichten von verschiedenen Orten, die von Pinsky besucht wurden. „In vielen der Werke verarbeitet die Künstlerin gefundenes und gesammeltes Bildmaterial, wie zum Beispiel technisch generierte Karten, aus Werbeanzeigen extrahierte Formen, medizinische Aufnahmen sowie historische Fotografien“, beschreibt der Kunstverein Göttingen die Ausstellung.

„Es entstehen Bilder, in denen die Künstlerin das Augenblickliche eines Ereignisses bzw. einer Fotografie zeitlich und räumlich dehnt und streckt“. Für viele der Grundschüler war der Besuch ihr erster Kontakt mit Kunst. Es war interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Kinder im Vergleich zu Erwachsenen an die Kunstwerke herantraten, beschreibt die Betreuerin Pola Pretzsch den Rundgang. Die vielen Bilder haben die Kinder beeindruckt. „Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen“, erzählt Elhame (8).

„Am liebsten fotografiere ich Blumen“

Am nächsten Tag durften die Kinder dann selbst fotografieren: Sie bekamen vom Göttinger Kunstverein geliehene Digitalkameras und durften frei Fotos machen. Dafür erkundeten sie die Umgebung des Nachbarschaftszentrums. Die Grundschüler fotografierten sich gegenseitig, die Häuser, Autos und Bäume. „Am liebsten fotografiere ich Blumen und Menschen“, erzählt Skurta (5).

Nach dem Fotografieren wurden die Bilder ausgedruckt und die Kinder konnten aus diesen Collagen basteln. Zur weiteren Gestaltung standen auch Stifte, Zeitschriften, Knetmasse und alte Kleidungsstücke zur Verfügung. Dabei gingen die Grundschüler sehr unterschiedlich an die Aufgabe heran: Einige bewegten sich durch den Raum und teilten Ideen mit ihren Freunden, andere saßen ruhig über ihr Werk gebeugt und schienen ganz darin versunken zu sein.

Projekt fördert Kreativität

„Das Projekt fördert die Kreativität, die Kinder lernen mit Kunst umzugehen und selber aktiv zu werden“, beschreibt Betreuerin Pretzsch ihre Arbeit mit den Grundschülern. „Wir geben zwar das Thema vor, aber die Kinder setzen es ganz individuell um und können ihre eigenen Ideen verwirklichen“. In den vergangenen Jahren gab es bereits ähnliche Projekte.

Bei „Kunst im Schuhkarton“ konnten die teilnehmenden Grundschüler eine eigene dreidimensionale Welt in einem Schuhkarton gestalten. Und bei „Kunst aus Müll“ kreierten sie Bilder und Objekte aus Dingen, die sonst im Abfall gelandet wären. Insgesamt bewertet die Betreuerin Pretzsch ihre Arbeit mit den Kindern sehr positiv: Sie bekommen ein Gefühl dafür sich kreativ auszuleben, das wirke sich auch positiv auf ihre Schulnoten aus.

Von Max Brasch

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