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Göttingen St. Jacobi: Wetterfahne ist wieder da
Die Region Göttingen St. Jacobi: Wetterfahne ist wieder da
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20:19 06.11.2009
Die Polizei ermittelt: Kriminaltechniker Michael Rudolph bei der Spurensicherung an der Wetterfahne. Quelle: Hinzmann
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Während das auf dem Dach in rund 70 Meter Höhe angebrachte Kreuz weiter verschwunden ist, tauchte die Wetterfahne in einem Garten im Walkemühlenweg in der Südstadt wieder auf. Eine aufmerksame Passantin entdeckte das gute Stück. Noch während sie die Polizei anrief, fuhr gerade zufällig ein Streifenwagen vorbei und konnte die Wetterfahne gleich mitnehmen.
Sie landete auf dem Tisch von Kriminaltechniker Michael Rudolph. Dieser sicherte die Spuren und beschäftigte sich auch mit einem gedruckten „Bekennerschreiben“, das sich in einer an der Fahne befestigten Plastiktüte befand. Dieses Schreiben freilich deutet erst einmal weniger auf einen kriminellen Hintergrund, sondern eher auf Übermütigkeit der Fahnen-Entwender hin. „Wir bedauern unseren Unsinn zutiefst“, schreiben die Fahnen-Flüchtigen. In „stark angeheitertem Zustand“ sei ihnen das Ausmaß ihrer Tat und der Wert der Bekrönung nicht bewusst gewesen. Bewusst war ihnen offenbar auch nicht die mit dem Herumklettern in alkoholisiertem Zustand verbundene Gefahr – das Gerüst, das derzeit wegen Sanierungsarbeiten am Kirchturm steht, ist nicht vollständig ausgebaut.

Zugleich gibt das Schreiben weitere Rätsel auf. Denn die reuigen Täter betonen, nur die Wetterfahne, nicht aber das Kreuz mitgenommen zu haben. Vielmehr, so die Schreiber, deuteten Schmierereien auf der Wetterfahne an, dass durchaus mehrere Kletterer schon unerlaubterweise die Kirchturmspitze besichtigt hätten.

Weitere Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen will die Polizei heute bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. Jacobi-Pastor Harald Storz will nach dem Glockenspiel um 11.30 Uhr um 11.45 Uhr eine kleine Dankandacht halten.
Wetterfahne und Kreuz waren in der Zeit vom 5. bis 14. Oktober vom Kirchturm verschwunden. Der Diebstahl wurde aber erst wesentlich später bemerkt, da Handwerker vermutet hatten, die Teile seien schon im Zuge der Sanierung von anderen Handwerkern abgebaut worden. Der Wert der aus vergoldetem Kupfer bestehenden Bekrönung wird auf etwa 10 000 Euro geschätzt.

Von Jörn Barke

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