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Göttingen Staatsanwaltschaft fordert neuneinhalb Jahre Haft für „Kauf Park“-Attentäter
Die Region Göttingen Staatsanwaltschaft fordert neuneinhalb Jahre Haft für „Kauf Park“-Attentäter
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17:00 03.08.2018
Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Staatsanwaltschaft beantragte für den 24-jährigen Angeklagten eine Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Die Anklagebehörde sah es als erwiesen an, dass der 24-Jährige Anfang September mehrmals mit einem Klappmesser auf seine 22-jährige Ex-Freundin eingestochen und diese schwer verletzt hatte. Der Angeklagte habe sich damit des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht.

Die 22-Jährige erlitt schwere Stichverletzungen im Kopf- und Brustbereich und musste operiert werden. Ein rechtsmedizinisches Gutachten ergab, dass die Messerangriffe potenziell lebensbedrohlich gewesen waren. Wäre der Angreifer mit dem Messer abgerutscht, hätte akute Lebensgefahr bestanden. Nach Ansicht der Strafverfolgungsbehörde war der Angeklagte hochgradig eifersüchtig und wollte nicht akzeptieren, dass sich die 22-Jährige kurz zuvor von ihm getrennt hatte.

Weitere Anklagen

Weil schutzwürdige Persönlichkeitsrechte betroffen waren, hatte das Gericht bei der Zeugenvernehmung der als Nebenklägerin auftretenden 22-Jährigen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Auch die Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 24-Jährigen in weiteren Anklagen vorgeworfen, seine Ex-Freundin 19-mal vergewaltigt und körperlich misshandelt zu haben. In diesen Fällen habe die Staatsanwaltschaft jeweils Freispruch beantragt, teilte eine Sprecherin mit. Der Vertreter der Nebenklage habe keinen konkreten Antrag gestellt.

Der bereits einschlägig vorbestrafte 24-Jährige war außerdem wegen eines weiteren Gewaltdelikts angeklagt. Er soll im März vergangenen Jahres mit einem Kumpanen an seinem Wohnort in Rosdorf einen betrunkenen Mann mit Fäusten zu Boden geschlagen zu haben. Anschließend hätten sie ihn weiter geschlagen und getreten. Die Staatsanwaltschaft befand ihn der zweifachen gefährlichen und vorsätzlichen Körperverletzung sowie der Nötigung und Sachbeschädigung für schuldig. Die Verteidigung will ihr Plädoyer in der kommenden Woche halten.

Von Heidi Niemann

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