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Göttingen Stadt Göttingen verkauft auch Jugendgästehaus
Die Region Göttingen Stadt Göttingen verkauft auch Jugendgästehaus
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00:17 09.02.2013
Perfekt für die Jugendhilfe: Die Stadt verkauft ihr Jugendgästehaus im Wald und will das Gelände weiter für Freizeiten nutzen. Quelle: Vetter
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Göttingen

Das Land Niedersachsen hat zu Beginn des Jahres fast alle Schulden aus Überziehungskrediten der Stadt übernommen. Im Gegenzug musste Göttingen ein strenges Sparprogramm über zehn Jahre vorlegen – das sogenannte Entschuldungshilfeprogramm (EHP). Dazu gehörte auch eine Liste mit zehn Immobilien, die die Stadt verkaufen will beziehungsweise wollte.

Bis 2020 könnte sie nach Berechnungen der Stadtverwaltungen damit rund 800 000 Euro allein bei der Abschreibung und Unterhaltung der Objekte sparen.

Von den ursprünglich zehn aufgelisteten Häuser und Grundstücken ist nach Angaben der Verwaltung inzwischen eines verkauft: das Objekt mit der Adresse „Zum Hohen Brunnen 6“. Für das Grundstück  „Breslauer Straße 1“ werde der Kaufvertrag in Kürze abgeschlossen. Von der Liste gestrichen hat die Stadt inzwischen ein Haus in der Bühlstraße 28, das sie schon seit langem dem Studentenwerk überlässt.

Die Studenten, die dort als Mieter wohnen, hatten vehement protestiert.

Optimale Lage

Bleiben noch sieben Immobilien, die jetzt weiter vermarktet werden sollen: Am Herberhäuser Weinberg 29, Bürgerstraße 7, Herzberger Landstraße 98, Im Alten Dorfe 4, Pfarrweg 1 und in der Bürgerstraße 13/15 das frühere Gebäude der Voigt-Realschule und die benachbarte ehemaligen Baptistenkirche. Beide will die Stadt nur gemeinsam verkaufen.

Schon lange vor dem EHP hatte die Stadt immer wieder nach einem Käufer für ihr Jugendgästehauses am Herberhäuser Stieg gesucht. Das Problem: Sie will das Gelände und die Nebengebäude weiter für Ferienfreizeiten nutzen. Dafür gibt es jetzt offenbar eine Lösung. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Jugendhilfe „Am Rohns“ das Hauptgebäude kaufen. Das bestätigen sowohl die Stadt als auch die Jugendhilfe.

Das Objekt unweit des Hauptstandortes der Einrichtung am Rohns habe eine „optimale“ Lage und sei auch räumlich perfekt, ergänzte die Leiterin Regine Schünemann. Zum einen könne dort nachmittags eine Tagesgruppe betreut werden, die in Nikolausberg „ja gerade erst rausgeflogen ist“.

Zum anderen gebe es genug und dringend benötigten Platz für ein oder zwei Schulklassen für Kinder mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung. Zugleich könne das Gelände problemlos weiterhin von der Stadt für Ferienfreizeiten genutzt werden.

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