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Göttingen Schadet Asphaltierung Käfern und Gehölzen?
Die Region Göttingen Schadet Asphaltierung Käfern und Gehölzen?
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14:55 27.06.2018
Jetzt setzen sich auch Naturschutzverbände für den kleinen Weg in der Göttinger Südstadt ein. Quelle: Brakemeier
Göttingen

Die Asphaltierung bedeute für die Insektenwelt der betroffenen Fläche einen starke Barriere. Dies gelte besonders für Laufkäfer, die diese Passage nicht queren könnten, so der zweite Vorsitzende des Nabu-Göttingen Dirk Zimmermann. Außerdem sei in einem Bereich des Weges die Asphaltdecke so dicht an das dort angepflanzte Gehölz geplant, dass die Bewässerung stark eingeschränkt sei. „Man muss von der geplanten Breite von 2,5 m runter gehen.“

Zimmermann hält wie die Mitglieder des Bündnisses „Weg am Leinekanal“ eine wassergebundene Bauweise des Weges für „völlig ausreichend“. Eine Einschätzung, die auch BUND-Geschäftsstellenleiter Hermann Merkord teilt: „Die Asphaltierung dieses Weges ist allein schon aus naturschutzfachlichen Gründen abzulehnen“, schreibt er in einer Stellungnahme an die Stadtverwaltung.

Schutz des Weidensaum-Ensembles

Mit der geplanten Asphaltierung verliere der Weg seinen beschaulichen, naturnahen Charakter und werde quasi zur Straße mit entsprechend negativer Sogwirkung, so Merkord. Es gehe vor allem um den Schutz und den Erhalt des Weidensaum-Ensembles entlang des Leinekanals. Die Asphaltierung mit dem tief reichenden Unterbau schädige das Wurzelwerk und unterbinde ein natürliches Bodenleben.

Der Ausbau des Rad- und Fußweges ist Teil des Nahmobilitätskonzept für die Südstadt. Dieses wurde auf Antrag der SPD mit wiederholter Bürgerbeteiligung entwickelt und einstimmig von der Ratspolitik beschlossen. Der jetzige Protest der Anwohner gegen die Maßnahme stieß daher zuletzt im städtischen Bauausschuss bei Verwaltung und Ratsfraktionen auf Unverständnis. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung sei der jetzige Schotterbelag für Radfahrer und mobilitätseingeschränkte Personen ungeeignet. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden über den Zustand des Weges gegeben. Die Maßnahme soll 30000 Euro kosten.

Von Markus Scharf

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