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Göttingen Streit um Göttinger Studentenwohnheime Rote Straße und Burgstraße
Die Region Göttingen Streit um Göttinger Studentenwohnheime Rote Straße und Burgstraße
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17:35 06.08.2015
Die Wohnrauminitiative vermutet einen gewollten Sanierungsstau (hier das Wohnheim in der Roten Straße). Quelle: Hinzmann
Göttingen

Hintergrund ist ein Streit um ein bauliches Gutachten, das zu den genannten Studentenwohnheimen angefertigt wurde. „Dieses Gutachten sollte schon vor Wochen an die Bewohner übergeben werde“, teilt die Wohnrauminitiative in einem Schreiben mit. Bei einem Treffen am Dienstag habe Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks, die Herausgabe des Gutachtens verweigert, heißt es weiter.

Dem widerspricht die Sprecherin des Studentenwerks. Magull habe in dem Gespräch zugesichert, das Gutachten binnen zwei Wochen zu übergeben. Diese Frist sei noch nicht verstrichen. „Wir wollten das Gutachten nicht kommentarlos versenden, sondern es mit konkreten Maßnahmen- und Handlungsvorschlägen sowie Gesprächsangeboten verbinden“, erklärt Magull. Das brauche noch etwas Zeit.

Die Wohnrauminitiative wirft dem Studentenwerk weiterhin „eine Politik des baulichen Verfalls“ vor. In sämtlichen kleinen Wohnungen gebe es einen Sanierungsstau. „Auf diesem Wege möchte das Studentenwerk es doch noch schaffen, die ihm unliebsamen Selbstverwaltungsstrukturen loszuwerden“, so die Wohnrauminitiative.

Dieser Vorwurf sei nicht nachvollziehbar, sagt die Sprecherin des Studentenwerks. „Auch in Zukunft gelten die die derzeit gültigen Mietverträge.“ Der Wirtschaftsplan des Studentenwerks für das Jahr 2015 sehe für die Wohnheime Rote Straße und Burgstraße „nicht unerhebliche Beträge“ für die Instandhaltung vor: allein 40 000 Euro für Schornsteinsanierungen, 25 000 Euro für Pflasterarbeiten im Innenhof und 5000 Euro für Arbeiten an Innentreppen. Die Heizung in den Häusern sei bereits für 20 000 Euro saniert worden.

Zum Inhalt des baulichen Gutachtens möchte sich das Studentenwerk auf Anfrage nicht äußern. Erst sollten die Bewohner der entsprechenden Häuser informiert werden. Damit komme man diesen „bereits entgegen“. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu gebe es nämlich nicht.

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