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14:01 02.01.2016
Lea Lecher und Julia Ruhkamp Quelle: Gilster
Göttingen

Lea Lecher, eine der 45 ehrenamtlichen Nachhilfelehrerinnen in Göttingen, ergänzt: „Wir wollen auf möglichst unbürokratischem Weg direkt und schnell Nachhilfe leisten.“ In Kooperation mit sozialen Partnern werden Schüler an den Verein vermittelt, dazu gehören Schulen ebenso wie soziale Einrichtungen.

Von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule und der gymnasialen Abschlussklasse werden alle Altersklassen betreut. Die Nachhilfelehrer werden ihren Schützlingen je nach Kernkompetenzen, Fachwissen und eigenem Zutrauen zugeteilt. „Wir können fast alle Bereiche abdecken, allerdings übersteigen die Anfragen gerade nach den Sommerferien unsere Kapazitäten. Wir können immer noch mehr Leute gebrauchen“, schildert die Standortleiterin die Situation.
„Wir haben zwar viele Lehramtsstudierende, die meisten kommen aber aus anderen Studiengängen wie Medizin, Psychologie, Physik oder Soziologie“, berichtet Rumkamp. „Es werden keine hochqualitativen Nachhilfestunden von einem erwartet, sondern es ist für das Kind schön zu wissen, dass da jemand kommt und es unterstützt, und das vollkommen freiwillig, ohne dass die Eltern dafür bezahlen. Das motiviert die Kinder zusätzlich“, ergänzt Lecher, die Englisch und Politik im Profil Gymnasiallehramt studiert. Die Betreuung eines Schülers soll, wenn möglich, über Jahre laufen – so lange, wie es für den Schüler notwendig ist und wie der Studierende in Göttingen verweilt.

„Für mich ist es nicht nur Nachhilfe, es ist ein Mentorenverhältnis“, berichtet Lecher, die einen Drittklässler betreut. „Wir spielen auch zusammen und unterhalten uns viel. Über die Zeit ist zwischen uns ein Vertrauensverhältnis entstanden“, formuliert sie die Beziehung. Sie findet ihr Kind toll, und die Treffen bereiten ihr stets viel Freude, „vor allem wenn er etwas begreift, was er ohne mich nicht verstanden hatte. Das ist für mich eine äußerst positive Rückmeldung.“
„Studenten sind privilegiert und beschäftigen sich hauptsächlich mit sich selbst. Distanziert man sich einmal davon, wird einem erst klar, wie viel andere Probleme es gibt. So einen steinigen Weg hatten vermutlich die wenigsten von uns“, sagt Lecher. „Für mich war es wichtig, über meinen eigenen Tellerrand zu schauen und die Kinder zu unterstützen, um die sich die Lehrer nicht gesondert kümmern können, die es aber nötig hätten“, erläutert die Nachhilfelehrerin. Eine Stunde in der Woche könne jeder aufbringen.
Weitere Informationen im Internet unter: studenten-bilden-schueler.de

Von Kira Gilster

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