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Göttingen Supermann und Flitzer
Die Region Göttingen Supermann und Flitzer
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19:18 30.12.2009
Riskant beladen: mit Übergepäck aus Rumänien. Quelle: Polizei
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So musste eine Funkstreife zum Streit zwischen einer 88-Jährigen und ihrem Sohn ausrücken, weil der 60-Jährige angeblich ständig „hinter der Nachbarin herschaut“. Die Rentnerin regte sich darüber so sehr auf, dass sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Pikanter Fall in Gieboldehausen: Hier warfen Unbekannte einen Hamburger von Mc Donalds („eindeutige Spurenlage“: Mais-Gurken) gegen einen geparkten Fiat. Die 22 Jahre alte Halterin rief vorsorglich die Polizei, da sie eventuelle Lackschäden durch scharfe Soßenreste fürchtete.

Dann war da noch die Sache mit Supermann. Ein mit einem entsprechenden T-Shirt bekleideter 40-Jähriger hatte einen Güterzug nach Witzenhausen bestiegen und war in Erwartung der „übermenschlichen Kräfte seines Kleidungsstückes“ bei Unterrieden vom fahrenden Zug gesprungen. Er landete in einer psychiatrischen Klinik.

Auch ungewöhnlich: In Gelliehausen ließen Unbekannte in einem Löschteich ein Segelboot zu Wasser. Das Boot hatte zuvor auf einem Trailer vor einem Wohnhaus gestanden.

Seit Bestehen des Heidkopftunnels hat sich die Aufgabenpalette der so genannten weißen Mäuse der Autobahnpolizei um einen Aspekt erweitert: Tunnelangst. Zwei Autofahrer alarmierten die Polizei und erhielten Geleitschutz aus Angst vor der engen dunklen Röhre.
Einen Streit um das Nutzungsrecht eines öffentlichen Fußballplatzes konnten Beamte ebenso geschickt lösen: Sie schlugen den beiden streitenden Mannschaften erfolgreich vor, die Frage durch Elfmeterschießen zu entscheiden.
Auch Tierisches fehlte nicht: Eine große, weiße Ratte sorgte am Bahnhof von Hann. Münden für Aufregung. Das zutrauliche Tier schnupperte und sprang an den Beinen von Passanten hoch. Die Ratte wurde eingefangen und der Feuerwehr übergeben. Außerdem sorgte die Notlandung eines Greifvogels auf der Rastanlage Göttingen für Aufregung. Bei näherer Begutachtung entpuppte sich das gefährliche Federvieh als Haushuhn.

„Schlägerei gefällig?“ So oder ähnlich lässt sich der Vorfall vor einer Göttinger Diskothek überschreiben. Hier war es zwischen einer 26 Jahre alten Frau und den Türstehern zum Streit gekommen. Offenbar hatte die Rosdorferin irgendwann genug diskutiert, zog ihre Jacke aus und forderte die Aufpasser zur Schlägerei auf. Die Männer alarmierten lieber die Polizei. Aus Angst?

Nicht unterschlagen wird die Geschichte vom Geisterrenner, der im Juli auf der Bürgerstraße über einen VW Polo lief. Die Fahrerin verriegelte die Türen und beobachtete das Treiben vom Fahrersitz aus.

Ein Flitzer zog im Juni bei einer Fußballbegegnung im Stadion im Sandweg die Blicke der 2000 Zuschauer auf sich. Unbekleidet sprang der 26-Jährige auf das Feld und machte Kopfstand.

Weil ihm während eines Telefonates in einer öffentlichen Telefonzelle in Gieboldehausen plötzlich das Geld ausging, brach ein 66 Jahre alter Mann aus dem Harz im Juni derart in Tränen aus, dass Anwohner die Polizei riefen. Er konnte beruhigt werden.
Nachdem der VW des Auslieferungsfahrers eines China-Restaurants im Kreisverkehr den Geist aufgab, hielt der 43-Jährige einen anderen Autofahrer an, der ihn zu seiner Lieferanschrift und dann zurück zum kaputten Auto fuhr.

Schwierigkeiten hatte ein 75-Jähriger im Februar. Eigentlich auf dem Weg ins Ostviertel, kreiste der orientierungslose Autofahrer nach eigenen Angaben vier Stunden im Kreis über die Fußwege und Grünflächen rund um das Jahnstadion, weil er den Weg zu den Rohnsterrassen nicht fand. Der Erschöpfte wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Mächtig geladen hatten einige Durchreisende. Der mit vier Personen aus Rumänien besetzte Renault Espace wurde nach besorgten Hinweisen anderer Autofahrer auf der Rastanlage Göttingen an der A 7 gestoppt. Da staunten selbst die Ordnungshüter.

Jasmin Kaatz

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