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Göttingen „Surlife“ – melodisch und authentisch
Die Region Göttingen „Surlife“ – melodisch und authentisch
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17:06 28.07.2018
Die Band „Surlife“ tritt 2018 beim Band-Contest „Rock am Kauf Park“ an. Quelle: r
Göttingen / Bodenfelde

„Melodische Gitarrenriffs, energiegeladene Rhythmen und ein breites, authentisches Emotionsspektrum“ – so charakterisieren sich die drei jungen Musiker von „Surlife“ auf ihrer Facebook-Seite. Emotional kommen die Texte und Melodien auf dem Debütalbum „Ambilvalent“, das am 31. Juli erscheinen soll, in der Tat rüber. Im Gegensatz dazu wirken die 22 und 21 Jahre alten Bandmitglieder Marcel Bernauer und Micha Müller-Zitzke geradezu bemerkenswert rational, als sie über ihren Werdegang erzählen. Die beiden machen seit 2011 zusammen Musik, als „Surlife“ seit 2016. Dritter im Bunde ist seitdem Bassist Nils Danzeisen, der allerdings in Düsseldorf lebt und deshalb nicht bei jeder Probe dabei sein kann. Auch Drummer und Background-Sänger Müller-Zitzke wohnt nicht mehr im heimischen Bodenfelde, wo die Band in der Alten Schule nach wie vor einen Übungsraum nutzt. Er studiert in Lüneburg. „Es war schon echt hart, als ich hier wegging. Vorher haben wir fast jeden Abend stundenlang geprobt, und plötzlich ging das nur noch ein- bis zweimal im Monat“, beschreibt er.

Viel Liebe und Zeit investiert

Trotzdem arbeiteten die drei Jungs akribisch weiter an ihrer Musik. Bis heute scheint hinter jedem Schritt, den die Band geht, ein Plan zu stecken. „Wir investieren in jedes Detail viel Liebe und Zeit“, bestätigt Müller-Zitzke diese Beobachtung. Weil der Übungsraum gleichzeitig ein Aufnahmestudio ist, lag die Idee nahe, die eigenen Werke für die Nachwelt festzuhalten. Aber auch Live-Auftritte hat die junge Band schon hinter sich, unter anderem in Erfurt, in der Göttinger Tangente und in Moringen.

„Einiges von der Seele geschrieben“

Welches Genre „Surlife“ bedient, sei gar nicht so einfach zu definieren, finden Müller-Zitzke und Bernauer. Das liege auch an den vielen verschiedenen Einflüssen: Ob Metallica oder Nirvana, ob Casper oder Rise Against, ob P.O.D. oder Eminem – Inspiration hätte „Surlife“ durch viele Künstler erfahren, sagen die beiden. Und die Texte? „Uns war wichtig, ehrlich zu bleiben“, betont Bernauer, der meist für die Lyrics verantwortlich zeichnet. Die zwölf Lieder auf dem Longplayer handeln von Trennungsschmerz, vom Wiederaufstehen, von ganz alltäglichen Dingen eben. Auch von eigenen Erfahrungen. „Ich habe mir da einiges von der Seele geschrieben“, sagt Bernauer. Die Texte seien alles andere als oberflächlich, sie würden auch nichts beschönigen: „Sie sind sicher auch der Versuch, den eigenen Gefühlen auf den Grund zu gehen.“ Bei der musikalischen Umsetzung komme den drei Musikern zugute, dass sie jeweils mehrere Instrumente spielen und sich so gegenseitig inspirieren können.

Ein Faible für Wortspiele

Ein Faible haben die „Surlife“-Jungs für Wortspiele. Das wird nicht nur beim Bandnamen deutlich, sondern auch bei Titeln wie „Brainbow“. „Survive“ als Bandname wäre langweilig gewesen, sagen sie, „Surlife“ hingegen weise eine interessante Zweideutigkeit auf. Einer der zwölf Titel des Albums heißt so, und so sei dann eben auch der Bandname entstanden. Vorher nannte sich die Band „Lifestream“ – ein weiteres Wortspiel.

Marcel (l.) und Micha von der Band „Surlife“. Quelle: Riese

„Wir wollen abliefern und alles zeigen, was wir können“, verspricht Bernauer dem Publikum für „Rock am Kauf Park“. Für die Band spiele es keine Rolle, ob sie vor zehn Leuten auftrete oder vor 3000. „Wenn wir Musik machen, sind wir im Tunnel“, ergänzt Müller-Zitzke: „Wir haben Spaß an dem, was wir tun und freuen uns über jeden, der ebenfalls Spaß an unserer Musik hat. Die Leute können sich in den Texten und in der Musik wiederfinden.“

Und in Zukunft? „Wir sind erstmal happy, dass das Album nun erscheint. Damit ist für uns ein echter Meilenstein erreicht“, betonen die Jungs. Was danach kommt, lassen sie offen. Aber irgendeinen Plan werden sie ganz sicher schon wieder haben bei „Surlife“.

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„Rock am Kauf Park“ am 4. August

Die 16. Auflage des Band-Contests Rock am Kauf Park beginnt am 4. August um 20 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums „Kauf Park“ in Göttingen. Die drei Nachwuchsbands „Surlife“ (20 Uhr), „Wasted Act“ (20.45 Uhr) und „Freight Yard“ (21.20 Uhr) treten im laut Veranstalterangaben „größten Bandwettbewerb der Region“ gegeneinander an. Jede Band hat 20 Minuten Auftrittszeit zur Verfügung. Im Anschluss kürt eine fachkundige Jury die Gewinnerband, die einen Studio-Aufnahmetag in den Peppermint-Studios in Hannover sowie einen Auftritt beim KWP-Festival am 18. August in Göttingen gewinnt. In den Umbauphasen wird es kurze Showeinlagen der Göttinger Dance Company geben; durch den Abend führt Moderator Andreas Wurm. Nach der Bekanntgabe und einem erneuten Auftritt der Siegerband spielt ab 22.40 Uhr die Antenne Niedersachsen Band feat. Kaya Laß. Der Eintritt ist frei; für Besucher wird ein kostenloser Bus-Pendeldienst zwischen dem Göttinger Bahnhof und dem „Kauf Park“ eingerichtet.

Von Markus Riese

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