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Göttingen Tag der offenen Tür für Göttinger Schieß- und Bogensportler
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00:17 07.08.2018
Tag der offenen Tür der Göttinger Bürger-Schützen-Gesellschaft und des ASC Göttingen: Lennard Lux am Bogenschießstand Quelle: Lisa Hausmann
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Göttingen

Dass Sicherheit an erster Stelle steht, bewiesen die Göttinger Schützen an diesem Tag. Fest vorgeschrieben ist am 25 Meter langen Pistolenschießstand eine Aufsicht. Kurz bevor der Schütze abdrückt, kündigt der Aufseher an, dass nun geschossen wird. Für jeden, der sich innerhalb des Schießstandes befindet, ist es nun Pflicht, einen vor Lärm schützenden Ohrenschutz aufzusetzen. „Eine Waffe darf erst wieder abgelegt werden, wenn sie nicht mehr geladen ist“, erklärte Harald Süssenberger, Vorsitzender des Clubs der Sportschützen. Zu erkennen sei dies, weil die Kammer, die im geladenem Zustand automatisch wieder schließt, dann offen bleibe. Um weitere Sicherheit zu gewährleisten, gebe es die Möglichkeit, ein rotes Band durch die geöffnete und abgelegte Pistole zu ziehen, um auch anderen Schützen in unmittelbarer Nähe zu zeigen, dass die Waffe nicht geladen ist.

Hohe Sicherheitsstandards

15 bis 20 Gäste erwartete Süssenberger bis 14 Uhr. Dann wurde der Verein abgelöst von der Schützengruppe Harste. Jedes Jahr biete der Tag für die Vereine eine besondere Gelegenheit, um neue Mitglieder anzuwerben. Mit einem Großkaliber kann man nach Angaben von Süssenberger ab 21 Jahren schießen, der Besitz ist ab 25 Jahren erlaubt.

Allerdings ist es ein langer Weg vom Entschluss, sich eine Waffe zuzulegen, bis zu dem Zeitpunkt, dass man Eigentümer einer solchen ist. „Eine einjährige Mitgliedschaft in einem Schießverein ist die erste Voraussetzung“, erklärte Süssenberger. Anschließend folge ein Lehrgang in Waffenkunde und der Nachweis nach dem sogenannten Bedürfnis – beispielsweise Sportschießen.

„Solche Vorsichtsmaßnahmen sollten auch mal in Amerika eingeführt werden“, sagte die Vorsitzende des Unterkreises, Inge Pfaff. Allgemein brauche der Besitzer einer Waffe ein einwandfreies Führungszeugnis ohne Vorstrafen oder Fahren unter Alkoholeinfluss. „Schützen sind sprichwörtliche Chorknaben“, witzelte Vereinsmitglied Michael Lorenz. Neben dem 25 Meter Schießstand konnte auch auf Zielscheiben in 50 Meter und 100 Meter Entfernung geschossen werden. Für Kinder und Jugendliche wurde ein Lichtgewehr aufgebaut.

Auch Bogenschießen

Eine Besonderheit war das Schießen mit Schwarzpulver. „Interessant ist, dass ein hohes Maß an technischem Wissen vorhanden sein muss, um eine Waffe mit Schwarzpulver bedienen zu können“, erzählte Lorenz. Außerdem gebe es zahlreiche historische Bezüge. Der Schuss unterscheide sich im Vergleich zu einer modernen Waffe durch einen tiefen, sanften Knall und einer Rauchwolke, die durch das Schwarzpulver entstehe. „Bei Regen fiel der Krieg früher dann einfach aus, weil das Schießen mit Schwarzpulver unter Wassereinfluss nicht möglich ist“, erklärte Lorenz. Je besser die Waffen heutzutage werden, desto weniger Anspruch werde auch an den Schützen gestellt. Mit einer Waffe mit Schwarzpulver habe man früher einen Schuss gehabt. „Da hatte man ein ganz schönes Problem, wenn man den Grizzly verfehlt hat“, sagte Lorenz.

Auf dem Bogenschießplatz in Grone informierte der ASC Göttingen interessierte Teilnehmer. „Der Unterschied vom Bogensport zum Schießsport ist, dass man bei uns keinen Waffenschein braucht“, erklärte Hartmut Stöpler, Fachbereichsleiter für Bogensport im ASC. Das ermögliche eine flexiblere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Neben den Zielscheiben gab es auch das sogenannte 3D-Schießen. Dabei wurde auf Plastiktiere geschossen, die auf dem Gelände verteilt waren. Als Bogenschütze hat man laut Stöpler mehr Bewegung als beim Schießsport. Bei einer Wettkampfdistanz von 70 Metern brauche es lediglich einen kleinen Fehler, der zu einem Fehlschuss führe.

Von Lisa Hausmann

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