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Göttingen Segway-Touren, Vorträge und eine neue Skulptur
Die Region Göttingen Segway-Touren, Vorträge und eine neue Skulptur
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00:19 20.09.2017
Die Skulptur „Babylon“ von Wolf Bröll ist seit Sonntag vor der Torhausgalerie zu sehen. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Ein Friedhof sei für die Menschen als Ort verbunden mit Tod und Trauer, hat Stadtbaurat Thomas Dienberg am Sonntag zur Eröffnung des bundesweiten Aktionstages unter dem Motto „Raum für Erinnerungen“ gesagt. „Dies ist eine Aktion, die mit Tod und Trauer erst einmal gar nichts zu tun hat“, so Dienberg weiter. „Für das kommende Jahr wünsche ich mir aber ein Motto, dass die Jugend mehr anspricht.“ Für ihn sei ein Friedhof ein lebendiger Ort. „Das ist doch auch eine wunderschöne Parklandschaft“, sagt er. Deshalb sei es auch eine gute Idee, den Friedhof mit Segways zu erkunden.

Rosemarie Wilcken, Mitglied des Stiftungsrates der Deutschen Denkmalstiftung referierte in der Torhausgalerie über das Thema „Gemeinsam Denkmale erhalten“. So sei es die Sorge um den Denkmalbestand und das Gemeinwohl, welches Bürger antreibe. Denkmalbesitzer hätten auch den Eigenantrieb, was aber ebenfalls lobenswert sei. In Kulturvereinen sei der Denkmalschutz in der Satzung verankert. Anders sehe das bei Bürgerinitiativen aus. Diese würden sich oft am Ende einer Aktion wieder auflösen. „Besser wäre es, einen Nachfolgeverein zu gründen“, sagte die Referentin. Wichtig seien Spenden, sowohl Zeit als auch Geld. Eine Erfolgsstory sei die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, so Wilcken. So seien in Deutschland bislang mehr als 5500 Denkmäler mit dem Einsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro erhalten worden.

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Tag des Friedhofs 2017 auf dem Göttinger Stadtfriedhof

Babylon vor der Torhausgalerie

Vor der Torhausgalerie wurde die Skulptur „Babylon“ von Wolf Bröll enthüllt. Sie sei eine Dauerleihgabe der Familie des im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlers erläuterte Achim Block. Auch bei dieser Skulptur aus dem Jahr 2010 habe Bröll wieder den Gegensatz von glatt bearbeiteten Flächen und dem roh belassenen Stein wirken lassen. Zivilisation in Form von stark geglätteten Häuserfronten treffe auf Natur. Dabei könne die Skulptur mit Blick auf die Historie Babylons und des berühmten Turmbaus als Mahnmal verstanden werden, auf dem Boden zu bleiben.

Im Jubiläumsjahr der Reformation wurde auch Martin Luther thematisiert. Moderator Klaus Faber animierte die Besucher beim Luther-Song zum Mitsingen beim Refrain: „Martin Luther ist bekannt, als Reformator hier im Land. Martin Luther hat erkannt, neue Thesen braucht das Land.“ Unterstützung erhielt er auch vom Reformator selbst, gespielt von Karl Schlotter vom Verschönerungsverein. Lutherbibeln und -zitate rundeten diesen Programmteil ab. Am Nachmittag wurden Führungen über den Stadtfriedhof angeboten und in einem Hubsteiger den Blick aus der Vogelperspektive genießen. Dazu spielte die Band Swinging Amatörs.

Von Rüdiger Franke

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