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Göttingen Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ in Göttingen und Duderstadt
Die Region Göttingen Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ in Göttingen und Duderstadt
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20:59 26.10.2018
In Göttingen beginnen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel mit dem Ausschöpfen der Thermobehälter. Quelle: Archiv (Pförtner)
Göttingen/Duderstadt

Der Grund: Göttinger und Eichsfelder Tageblatt starten die Aktion „Keiner soll einsam sein“. Der Erlös kommt Bedürftigen zugute.

Der Einsatz an den Kellen beginnt zuerst in Göttingen. Punkt 10 Uhr steht das erste Team bereit: Universitäts-Präsidentin Ulrike Beisiegel, Landrat Bernhard Reuter, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Tobias Wolf, Intendant der Göttinger Händel-Festspiele, sind routinierte Kellner der Aktion. In Duderstadt starten um 10.30 Uhr Ralf Regenhardt (Geschäftsführer des Caritasverbandes Südniedersachsen) und Propst Bernd Galluschke.

In Göttingen werden die 1000 Liter bis zur Neige eines jeden Thermoport-Ofens ausgeschöpft – etwas mehr als 2000 Portionen, so Frank Sager, Leiter der Campus-Gastronomie des Studentenwerks. Zwischen 13 und 14 Uhr, so Sina Gottschalk von der Göttinger Festfabrik, ist das Ende der letzten Erbsensuppenkenner-Schlange erreicht. Wer mit einem Teller nicht zufrieden ist, stellt sich zweimal an – oder einmal richtig: mit Thermoskanne, Henkelmann und Co tauchen Genießer auf. Fünf bis zehn Portionen seien keine Seltenheit, so Gottschalk, die werden am Familientisch verteilt oder in der Tiefkühltruhe verstaut.

Erbsensuppen-Ausgabe 2017 in Duderstadt mit Caritas-Vorstand Ralf Regenhardt (3. v. r.). Quelle: Archiv (Richter)

In Duderstadt kochen DRK-Mitarbeiter die Erbsensuppe

Als Kooperationspartner in Duderstadt sind die Caritas, der Heiligabendkreis, der DRK-Kreisverband, die evangelische Kirchengemeinde St. Servatius sowie Treffpunkt Stadtmarketing und die Stadt mit von der Partie. Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Verantwortung für den guten Geschmack. Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Rudolph betont, dass eine Küchengruppe Koch und Köchin unterstützen werden; „zwei, drei Tage vorher fangen wir an“, sagt er. „400 bis 500 Portionen“. Eigentlich müsste die Suppe Eintopf heißen: Die Erbsen werden mit Rind- und Schweinefleisch veredelt – „von Schlachtern aus Duderstadt und Mingerode, alles einwandfreie Ware“; auf Wunsch könnten Würstchen und Kartoffeln die Mahlzeit komplettieren. Serviert wird auf dem Platz nahe Wochenmarkt und St.-Servatius-Kirche. Für Unterhaltung aus dem Hintergrund sorgt die „Drumline Brass & Drumband“ Mingerode.

In Göttingen ist die Campus-Gastronomie des Studentenwerks für die Erbsensuppe zuständig

Der stellvertretende Küchenleiter der Campus-Gastronomie und sein Küchenhelfer werden am Sonnabend um 6 Uhr Feuer unterm Erbsensuppen-Kessel machen. Um 9.15 Uhr wird der erste Behälter vor Ort am Gänseliesel sein. „Die Zeit reicht“, sagt Frank Sager. Die Suppe verdient ihren Namen, und sie ist vegan: „Die Erbsen werden über Nacht eingeweicht. Möhren, Zwiebeln und Lauch kommen hinein, Salz und Pfeffer.“ Keine Kräuter? „Nein. Aber etwas Petersilie gehört dazu.“ Und wer möchte, bekommt natürlich auch ein Würstchen extra.

Verantwortlich für alle Veranstaltungen von „Keiner soll einsam sein“ ist die Festfabrik in Göttingen

Verantwortlich für die Organisation des Suppenausschanks am 3. November ist das Team der Festfabrik Göttingen, die Veranstaltungsagentur des Tageblatts. Die Mitarbeiter kümmern sich inklusive des offenen Heiligabends in Göttingen um sämtliche Events im Aktionszeitraum. Unter anderem wird am 17. November die Erbsensuppe im „Kauf Park“ ausgeschenkt; und am 17. Dezember spielt das Göttinger Symphonie-Orchester für den guten Zweck.

In Duderstadt hatte der Suppen/Eintopf-Ausschank im vergangenen Jahr Premiere. In Abstimmung mit den Partnern vor Ort kommt der Erlös der Tageblatt-Aktion Projekten und Menschen im Eichsfeld direkt zugute.

Seit mehr als vier Jahrzehnten werden mit der Aktion „Keiner soll einsam sein“, den Erbsensuppen-Essen und weiteren Veranstaltungen, in Göttingen und Umgebung, Bedürftige unterstützt. Jede Kelle zählt. Sowohl in Göttingen als auch in Duderstadt kostet die Portion vier Euro.

Bildergalerie GöttingenErbsensuppenessen in Duderstadt der offene Heiligabend in Göttingen

Von Stefan Kirchhoff

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