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15:05 24.02.2018
Pollen, wie die der Birke, können Allergikern beim Sport Probleme bereiten. Quelle: dpa
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Göttingen

Mit dem Frühjahr beginnt für Allergiker mitunter eine schwierige Zeit. Denn erhöhter Pollenflug bedeutet je nach Intensität der Allergie laufende Nasen und tränende Augen. Wer Sport im Freien treibt ist davon besonders betroffen, denn Allergien können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Mit guter Vorbereitung können aber nicht nur Sportler besser durch die Zeit des Pollenfluges kommen, sagt Timo Buhl, Allergie-Experte von der Universitätsmedizin Göttingen.

„Ganz wichtig: eine Pollenallergie muss gescheit behandelt werden, das ist das A und O“, stellt Buhl klar. „Das heißt zum einen Allergiemedikamente und zum anderen Hyposensibilisierung“, so der Mediziner.

50 Tage-Regel beachten für Hyposensibilisierung

Allerdings muss nicht jeder Allergiker gleich einen Arzt aufsuchen, wenn die Nase läuft. Natürlich seien die zu ergreifenden Maßnahmen abhängig von der Stärke der Symptome.

Als Faustregel nennt der Mediziner: Spätestens, wenn an mehr als 50 Tagen im Jahr Medikamente gegen die Allergie nötig sind, sollte eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Bei dieser werden dem Patienten die allergieauslösenden Stoffe in Form von Spritzen oder Tabletten in steigender Dosierung verabreicht, um den Körper an sie zu gewöhnen.

Trainingszeit spielt eine Rolle

Schon bei leichten Beschwerden könne jeder Betroffene mit einfachen Maßnahmen selbst Abhilfe schaffen. Zunächst einmal kann die Wahl der Trainingszeit je nach Wohn- oder Trainingsort eine Verbesserung bringen. „Auf dem Land sind eher morgens Pollen unterwegs, in der Stadt ist es umgekehrt“, beschreibt Buhl. Asthma, das oft mit Allergien einhergehe, sollte mit Medikamenten zur Inhalation behandelt werden, rät Buhl.

Die aktuelle Wetterlage sei zudem ein wichtiger Faktor: „Immer, wenn es geregnet hat, ist die Pollenbelastung geringer, weil die Pollen auf dem Boden festgehalten werden.“ Um den zu erwartenden Pollenflug beurteilen zu können, empfiehlt der Experte eine Blick auf die Seite des Polleninformationsdienstes. Auf diese Quelle berufe sich auch der Deutsche Wetterdienst bei seinen Vorhersagen. Sportler können also schon bei der Planung ihres Trainings einige Weichen stellen.

Getragene Kleidung aus dem Schlafzimmer verbannen

Ein unbedingt zu berücksichtigender Umstand ist Buhl zufolge daneben der Beginn des Tages. „Wenn die Menschen gut in den Tag starten, haben sie weniger Probleme mit den Pollen“, sagt er. Dafür kann jeder Allergiker etwas tun, um die Belastung in der Nacht zu reduzieren: „Pollenflug-Gitter vor dem Schlafzimmerfenster können gut sein“, so der Experte. Zudem sollte die über den Tag getragene Kleidung wegen der anhaftenden Pollen nicht im Schlafzimmer gelagert werden. Allergiker mit langen Haaren sollten sich diese vor dem Schlafengehen waschen, damit die darin haftenden Pollen nicht ins Bett getragen werden.

Zudem gilt: „Wenn der Allergiker Probleme hat: Lieber Höchstbelastung vermeiden“, rät Buhl. Außerdem sollte jeder Sportler Vertrauen in seinen Körper haben, um einschätzen zu können, wie es um die aktuelle Fitness bestellt ist.

Anmeldeschluss für die Tageblatt-Aktion Lauf geht’s ist am Mittwoch, 28. Febuar.

Von Finn Lieske

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