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Göttingen Tanken ist in Göttingen derzeit besonders günstig
Die Region Göttingen Tanken ist in Göttingen derzeit besonders günstig
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12:34 05.12.2018
Hannover. Esso, Zapfsäule. Zapfpistole, Super E10 Quelle: NP
Göttingen

Noch am 19. Oktober hatte das Tageblatt über sehr hohe Spritpreise in der Region berichtet: Damals kostete der Liter Super in Göttingen zwischen 1,50 und 1,55 Euro.

Das hat sich geändert: Göttingen gehört mittlerweile zu den billigsten Tank-Regionen in ganz Deutschland. Im Stadtgebiet reichte die Preisspanne für die Kraftstoffsorte Super von 1,33 bis 1,39 Euro (Stand: Donnerstag, 12 Uhr). Die Preisunterschiede bei den anderen Kraftstoffsorten sind so gut wie identisch.

Enorme Spreizung

Im Umland ist Sprit kaum teurer, wenn überhaupt. In Adelebsen kostete der Liter Super am Mittwoch um 11.45 Uhr 1,34 Euro, in Northeim 1,33 Euro (jeweils der günstigste Preis). Duderstädter Autofahrer mussten 1,34 Euro bezahlen, Osteroder 1,31 Euro. In Hann. Münden, in der Region traditionell teurer, kostete der Liter Super ab 1,35 Euro. Der Superpreis in Kassel: 1,44 Euro.

Im Norden und Osten Deutschlands sind die Preise generell unauffällig. Im Vergleich zu Süddeutschland ist auch das immer noch sehr günstig. In Würzburg kostete der Liter Super ab 1,56 Euro, in Konstanz 1,54 Euro. In Trier gab es eine enorme Spreizung: von 1,58 bis 1,69 pro Liter.

Bei einer Tankfüllung von 50 Litern macht der Unterschied zwischen dem billigen Göttingen und dem teuren Süddeutschland ungefähr elf bis 13 Euro aus.

Die hohen Spritpreise in Süddeutschland führen Experten immer noch auf das heiße Jahr 2018 und die lange Trockenheit zurück. Denn die Pegelstände des Rheins und seiner Nebenflüsse bleiben niedrig, und das macht Benzin teuer. Und das, obwohl die Rohölpreise deutlich gesunken sind. Die Raffinerien am Rhein haben ihre Produktion sogar gedrosselt und ihre Rohölimporte verringert, weil sie die Produkte nicht abtransportieren können.

Gestörte Logistik

Entlang der Wasserstraßen sind Raffinerien und Tanklager angesiedelt, die das Herzstück der Versorgung in den angrenzenden Bundesländern bilden. Das Rohöl wird in der Regel per Pipeline angeliefert, verarbeitet, gelagert und per Schiff, Bahn und Lkw ausgeliefert. Da die Schiffe auf den Flüssen entweder gar nicht oder nur eingeschränkt fahren können, ist das ausgefeilte und empfindliche Logistik-Räderwerk gestört. Ersatzkapazitäten per Bahn und Lkw sind nur begrenzt vorhanden. „Die Situation ist unverändert schwierig“, sagt ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin. „Aber sie wird zumindest nicht schlechter.“

Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI bestätigt die These von den „Knappheitspreisen“. Sie würden verschwinden, wenn die Flusspegelstände steigen, so die Prognose.

Was tun gegen den Engpass?

Die Wirtschaft hat ihre Kapazitätsreserven mobilisiert, die Politik einige Produktmengen aus der nationalen Ölreserve freigegeben und in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg wurde für Tanklaster das Sonntagsfahrverbot aufgehoben.

Im Tagesverlauf folgen die Preisentwicklung festen Mustern. Nicht nur in Göttingen regelmäßig zu beobachten: Preisanhebungen am Abend. Dann schließt ein Teil der Tankstellen, die verbliebenen setzen danach gerne den Preis herauf. Morgens um sieben Uhr, wenn die meisten zur Arbeit fahren, werden bundesweit die höchsten Preise verlangt – etwa fünf Cent über dem Tagesdurchschnitt. Generell teuer ist es von 23 bis 9 Uhr, von 10 bis 22 Uhr ist das Niveau niedriger. Nur gegen 13 Uhr gibt es zwischendurch eine kleine Spitze

Der günstigste Tank-Wochentag ist der Dienstag, hat die Spritpreis-Plattform benzinpreis.de ermittelt. Freitags ist hingegen der teuerste Tag, um zu tanken. Immer aber gilt: Weitere Wege zu einer billigeren Tankstelle lohnen sich nur äußerst selten. Der Verbrauch während solcher Fahrten übertrifft die erzielbare Ersparnis fast immer.

Von Matthias Heinzel

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