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Göttingen Telekom bucht trotz Kündigung weiter ab
Die Region Göttingen Telekom bucht trotz Kündigung weiter ab
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00:28 18.04.2018
Quelle: dpa
Göttingen

„Bezug nehmend auf ihren Artikel ,Rechnung an toten Kunden’ stellt sich uns die Frage, handelt es sich um Einzelfälle oder ein neues Geschäftsmodell der Telekom“, kommentierte die Tochter einer Kundin im Internet sichtlich verärgert. Und tatsächlich gibt es Parallelen bei den beiden Fällen.

Zunächst haben sie nach eigener Aussage beide keinen Vertrag mehr mit dem Telefonkonzern, beide haben sich einen anderen Anbieter gesucht, beide haben Schwierigkeiten, einen auskunftsfähigen Mitarbeiter zu finden, und beiden wurde trotz Kündigung weiterhin monatlich das Geld für Grundgebühr und Einheiten vom Konto abgebucht.

Umstellung auf digitalen Anschluss

Im Sommer vergangenen Jahres bekam Frau W., die nicht namentlich in der Zeitung genannt werden möchte, die Mitteilung, dass ihr bisheriger Telefonvertrag wegen der Umstellung von analoger auf IP-basierte Verbindung zum Ende des Jahres gekündigt werde. Im September schloss sie daher einen Vertrag mit einem neuen Telefonanbieter ab, der es ihr ermöglichen sollte, ihre bestehende Telefonnummer mitzunehmen.

Nur einen Tag später erhielt sie von der Telekom die Kündigungsbestätigung: „Sie haben ihren Vertrag bei uns gekündigt. Schade – wir hätten Sie gern als Kunden behalten“, hieß es dort. Außerdem versprach man einen reibungslosen Wechsel und eine weitere detaillierte Bestätigung nach Vertragsende. Man stehe als Ansprechpartner bis Vertragsende weiterhin zur Verfügung.

Lange Wartschleifen bei der Hotline

Die Umstellung zum neuen Anbieter funktionierte ebenso reibungslos wie dessen Abbuchungen der vereinbarten Gebühren. Allerdings buchte auch die Telekom weiterhin vom Konto ab und stand nicht als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Schwiegersohn dokumentierte die Kontaktaufnahmeversuche von Frau W. Zwei Anrufe bei der Hotline brach die Kundin nach 45 beziehungsweise 30 Minuten in der Warteschleife ab. Auf ein anschließendes Beschwerdeschreiben über das Online-Kontaktformular bekam sie lediglich die automatische Antwort, dass ihre Anfrage weitergeleitet würde.

Im persönlichen Gespräch mit einer Mitarbeiterin im Telekom-Shop vor Ort erhielt sie zwei Wochen später die Aussage, dass die Beschwerdemail wohl eingegangen, aber noch nicht bearbeitet wurde. Eine Rückerstattung von Abbuchungen sei aber ohnehin nur nach der Beantragung einer Rechnungsreklamation möglich. Frau W. wandte sich noch am selben Tag mit ihrer Beschwerde an die Bundesnetzagentur.

„Fehler aufgetreten“

In der vergangenen Woche fragte das Tageblatt bei der Telekom nach, wie Frau W. vorgehen muss, um die Abbuchungen zu stoppen und ihr Geld zurückzubekommen. Die Antwort nach zweimaliger Nachfrage: Der Kundendienst habe Kontakt zur Kundin aufgenommen. Bei der Portierung sei ein Fehler aufgetreten, in dessen Folge weitere Rechnungen erstellt wurden. Die Telekom werde nun die zu viel gezahlten Beträge erstatten.

Und damit gibt es noch eine weitere Parallele zum ersten Tageblatt-Bericht über Telekom-Ärger. Auch dort sollen sich nach Auskunft der Familie alle Missverständnisse mit der Telekom kurz nach dem Anruf aus der Redaktion aufgeklärt haben.

Von Markus Scharf

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