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Göttingen Tennet beginnt mit Leitungsbau
Die Region Göttingen Tennet beginnt mit Leitungsbau
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00:21 01.05.2018
Ein Tennet-Strommast. In der Region werden allerdings auch Erdkabel verlegt. Quelle: dpa
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Hardegsen

Wahle-Mecklar sei „ein wichtiger Eckpfeiler des Energiewende-Netzes“, erklärt Tennet. Mit dem Baubeginn in Einbeck hat der  Netzbetreiber innerhalb weniger Monate in Niedersachsen nun drei große Leitungsprojekte (Wahle-Mecklar, Dörpen/West-Niederrhein und Ganderkesee-St.Hülfe) in Niedersachsen im Bau. Alle drei Leitungen sind laut Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) Pilotprojekte zum Einsatz für Drehstrom-Erdkabel und sollen gleichermaßen Offhore- und Onshore-Windstrom von Norden in den verbrauchsstarken Westen und Süden Deutschlands transportieren. „Mit Baubeginn der Nord-Süd-Verbindung Wahle-Mecklar“, erläutert Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung, „realisiert Tennet in Niedersachsen und Hessen aktuell Projekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 300 Kilometern und wird in Niedersachsen bei allen drei Leitungen abschnittsweise Erdkabel einsetzen.“  

Verlauf der Stromtrasse Wahle-Mecklar Quelle: r

Im Mai der erste Mast

Hierfür hatte Tennet Anfang Dezember vergangenen Jahres den Planfeststellungsbeschluss erhalten. Um Rücksicht auf örtliche Besonderheiten wie beispielsweise Erntezeiten nehmen zu können und um den Bau zu beschleunigen, gibt es mehrere sogenannte Baulose. Voraussichtlich im Mai wird der erste Mast fertiggestellt. Die gesamte Leitung soll bis Ende 2021 in Betrieb gehen. Nach Inbetriebnahme wird  die bestehende 220 Kilovolt-Leitung von Lehrte nach Sandershausen bei Kassel auf einer Länge von rund 140 Kilometern abgebaut. Darüber hinaus wird Tennet in mehreren Bereichen bestehende 110-Kilovolt-Leitungen auf der neuen Nord-Süd-Verbindung mitnehmen und kann dadurch insgesamt mehr als 200 Leitungskilometer in Südniedersachsen und Nordhessen abbauen.

Dem Bau ging ein umfangreiches Genehmigungsverfahren voran. Hartman lobt „die konstruktive Mitwirkung von Gemeinden und Öffentlichkeit bei der Trassenplanung. Umfangreiche Gespräche mit den Bürgern vor Ort führten beispielsweise dazu, dass die Leitung im Bereich des Einbecker Ortsteils Naensen nun in deutlich größerer Entfernung des örtlichen Sportplatzes gebaut wird.“ Das sei ein gutes Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung.

Weiter Bürgerinformationen

Sein Unternehmen werde den Dialog auch in der Bauphase fortsetzen: „So werden die von den geplanten Arbeiten berührten Anwohner rechtzeitig und ausführlich vor Beginn der ersten Bauaktivitäten informiert. Dies gilt auch für den weiteren Verlauf der Bauarbeiten.“ Insgesamt wurden während des Verfahrens für den Abschnitt von Lamspringe nach Hardegsen mehr als 420 Einwendungen und Stellungnahmen von Bürgern, Gemeinden und Fachbehörden geprüft.

Von Matthias Heinzel

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