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Göttingen So sieht es auf dem Luxus-Immobilienmarkt in Göttingen aus
Die Region Göttingen So sieht es auf dem Luxus-Immobilienmarkt in Göttingen aus
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00:17 05.03.2019
Millionenobjekt: Villa in der Herzberger Landstraße. Quelle: R
Göttingen

Er kenne keine Stadt, die so strukturiert ist wie Göttingen, sagt Axel Armbrecht, der Geschäftsführer und Lizenzpartner von Engel & Völkers, „keine, die man so sauber vierteilen kann“. Wohnen sei im Osten und Süden vorherrschend, das Arbeiten eher im Norden und Westen, sagt Armbrecht. Drei bedeutsame Phänomene hat er ausgemacht: die Bahn und die Leine, die die Stadt teilten, und die Universität, die 25 Prozent der Stadtfläche belege.

In seinem Jahresbericht 2018 legte Armbrecht dar, dass nach wie vor das Ostviertel die teuerste Wohnlage ist – mit steigender Tendenz. Zwischen 400.000 und 1,25 Millionen Euro mussten Käufer 2017 für ein Ein- oder Zweifamilienhaus dort zahlen. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise um bis zu 50.000 Euro. Bei Eigentumswohnungen stiegen die Preise um bis zu 100 Euro pro Quadratmeter auf 2.000 bis 4.100 Euro. Immerhin noch eine gute Lage sieht der Makler in der Innenstadt und Teilen der Südstadt, Oststadt und in einigen Bereichen Geismars.

Aber Armbrecht sagt auch über die sehr gute Lage: „Es ist so gut wie nichts am Markt.“ Als Grund nennt er die Zinslage. Nur wenig Geld gibt es für Anlagen. „Wenn jemand verkauft, was macht er dann mit dem Geld?“

Villa mit großem parkähnlichen Garten

Eines der teuersten Objekte, die Engel und Völker im Angebot hat, ist eine Villa mit großem parkähnlichen Garten in der Herzberger Landstraße. Deutlich mehr als eine Million Euro muss ein Käufer für die Immobilie in bester Göttinger Lage zahlen. Es habe weitere Objekte in dieser Straße gegeben, sagt Armbrecht. Die allerdings seien nicht veröffentlicht worden. Sie hätten die Kunden angesprochen. „In 60 bis 70 Prozent der Fälle gelingt es, die Immobilien zu vermitteln.“ Und: „Es sind die üblichen Verdächtigen, die sich das leisten können.“

Junge Familien suchten vor allem keine neuen Häuser, sondern Bestandsimmobilien, berichtet Armbrecht. Der Grund: Bauen werde immer teurer. Neue Verordnungen seien wesentlich dafür verantwortlich. Noch vor nicht allzu langer Zeit habe der Hausbau etwa 900 Euro pro Quadratmeter gekostet. Dieser Preis habe sich bis heute fast verdoppelt. Daher wollten die neuen Hausbesitzer lieber schon bewohnte Immobilien kaufen und viel selbst an der Häusern arbeiten.

Fehlende Baufläche treibt Preise in die Höhe

Weil Bauflächen fehlten, würden allerdings auch die Preise für Bestandsimmobilien in die Höhe getrieben, sagt Armbrecht. Ob ein Kauf finanziell möglich ist, dazu beraten auch die Makler. „Wir sind verantwortlich für die Vermögensstruktur des Kunden.“

Armbrecht kann auch erklären, was ein Haus oder eine Wohnung zu einer Luxusimmobilie qualifiziere: bodentiefe Fenster seien derzeit angesagt. Viel Licht müsse durch großzügige Räume fluten. Aktuell werde besonders auf die verbauten Materialien geachtet. Wärmedämmung müsse ebenso vorhanden sein wie Schallschutz. Attraktiv sei auch Sonnenschutz an den Fenstern. Entscheidend allerdings: „Lage, Lage, Lage“, sagt Armbrecht. „Sie können eine Luxuswohnung auf dem Land haben – dafür bekommen sie kein Geld.“

Peripherielagen können auch Käufer manchmal aber auch begeistern. Laut Armbrecht steht und fällt dabei mit einer guten Infrastruktur. Geismar sei beliebt, „da finden sie alles“. Interessant sei für Kunden auch das Zietengelände: „Ich muss da nicht wegfahren“, sagt Armbrecht mit Blick auf die Supermärkte für den täglichen Einkauf. Problematisch hingegen sieht der Makler Neubaugebiete, in denen häufig Infrastruktur fehle.

Ostviertel-Wohnung Quelle: R

Beste Lage, ohne Veröffentlichung

Auch dieses Haus liegt in Göttingens beliebtester Wohnlage – im Ostviertel. Ein Supermarkt liegt gleich um die Ecke, die Innenstadt ist flott zu Fuß zu erreichen. Die Wohnräume des Objekts sind mit feinen Materialien ausgestattet. Ein Raum verfügt sogar über einen großen Kacheloffen. Die Küche ist gut ausgestattet. Viel Tageslicht fällt durch die großzügig bemessenen Fenster.

Luxuswohnung im Rasepark in Rosdorf. Quelle: R

Neubau vor den Toren Göttingens

Einige Wohnungen sind im Rasepark in Rosdorf zu kaufen. „Modernes Wohnen in historischem Ambiente“ – so präsentieren die Makler von Engel & Völkers die Wohnungen, die in unterschiedlichen Größen bis hin zur Dachterrasse zu haben sind. Für 167 Quadratmeter Wohnfläche werden 632 500 Euro fällig. Die bodentiefen Fenster mit elektrischen Außenjalousien lassen viel Licht in die Räume. Selbst die Treppenhäuser sind hell. Vom Keller führt ein Fahrstuhl in jede Wohnetage.

Exklusive Immobilie Quelle: R

Residenz mit Park

In den 1920er-Jahren wurde diese repräsentative Villa gebaut. 1988 bis 1992 wurde sie umfassend saniert. Neun lichtdurchflutete Zimmer befinden sich in dem Haus, das in einem großen parkähnlichen Garten liegt. Hinzu kommen drei Badezimmer. 320 Quadratmeter Wohnfläche bieten den Bewohnern reichlich Raum, sich auszubreiten. Das Anwesen steht auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück in allerbester Göttinger Wohnlage. Den Preis gibt es nur auf Anfrage.

Von Peter Krüger-Lenz

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