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Göttingen Theaterstücke und 3-D-Druck erleben
Die Region Göttingen Theaterstücke und 3-D-Druck erleben
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07:01 12.05.2018
Mit einer Sonderausstellung präsentiert das Deutsche Theater Göttingen seine Arbeit hinter den Kulissen. Quelle: Markus Hartwig
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Hann.Münden/Göttingen

Von 11 bis 17 Uhr haben die Besucher die Gelegenheit, mehr über die Berufe im Theater zu erfahren. Die Sonderausstellung erfolgt vom Deutschen Theater Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen. Die Mitglieder des Spielclubs des Deutschen Theater werden gemeinsam mit den Besuchern des Museumstags einige Szenen spielen. Beim Kinderschminken haben die Teilnehmer zuvor die Möglichkeit, die Maske zu besuchen, und sich so auf ihren Auftritt vorzubereiten. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, im „Theaterfundus“ verschiedene Kostüme anzuprobieren und sich in diesen zu fotografieren. Die Besucher können zudem verschiedene Masken basteln. Beispielsweise gebe es lustige Tellermasken und Tiermotive aus Papiertüten. Teil des Museumstages, an dem das Museum sich zum 18. Mal beteiligt ist zudem ein Quiz rund ums Theater.

Stadtgeschichte kennenlernen

Im Museum haben die Besucher zudem die Gelegenheit mehr über die Stadtgeschichte Hann. Mündens zu erfahren. Im Obergeschoss sind Funde aus dem Römerlager bei Hedemünden zu sehen. Das Lager soll während der römischen Feldzüge unter Kaiser Augustus zwischen elf und neun vor Christus als Versorgungsstützpunkt entstanden sein. Die Ausstellung umfasst um die 120 Exponate. Diese zeigen die Grabungs- und Forschungsergebnisse. Die Besucher bekommen nach Angaben der Museumsleitung hier unter anderem Waffenteile, militärische Ausrüstung, Werkzeuge, Münzen, Keramikfunde und Fragmente von Mühlsteinen zu sehen. Wer möchte, hat die Möglichkeit in einem Mannschaftszelt zu sitzen, oder mithilfe eines audiovisuellen Fluges die Entwicklung des Römerlagers nachzuvollziehen. In der mittleren Etage befinden sich Fayence-Objekte. Bei Fayencen handelt es sich um kunsthandwerklich hergestellte Keramik- und Tonwaren. Eine Manufaktur hierfür hat es von etwa 1750 bis 1855 in Hann. Münden gegeben. Im Untergeschoss seien zum einen die Eberlein Figuren zu sehen und zum anderen Ausgrabungen aus Hann. Münden ausgestellt.

3-D-Drucker im Einsatz

In der mathematischen Sammlung der Universität Göttingen in der Busenstraße 3–5 gibt es mehr als 500 mathematische Objekte zu sehen. Darunter befinden sich zahlreiche geometrische Modelle aus Gips, Holz, Karton, Fäden oder Metall. Außerdem sind auch alte Rechenmaschinen und Zeichengeräte darunter. Die meisten Objekte stammen aus der Zeit zwischen 1870 und 1920. Sie geben damit einen Einblick in die Mathematik der Zeit, in der sich Göttingen nach Angaben der Universität zu einem bedeutenden mathematischen Zentrum der damaligen Zeit entwickelt hat. Als Gründer der Sammlung gilt Hermann Amadeus Schwarz (1843–1921). Felix Klein (1849–1925) hat sie durch neue Modelle vergrößert. Am Museumstag soll der 3-D-Druck erläutert werden. Hierzu werden mehrere 3-D-Drucker gezeigt und Muster gedruckt. „Wir wollen den Besuchern die Funktionsweise von 3-D-Drucken erläutern“, sagte Prof. Laurent Bartholdi, der Ansprechpartner für die Sammlung ist. Bei den Druckern handele es sich zum Teil um Prototypen. Hierbei solle vor allem gezeigt werden, wie aus einem mathematischen Modell und den damit verbundenen Zeichnungen später ein praktisches Modell entstehen kann. „Dabei werden wir die einzelnen Schritte genau erklären“, sagte Bartholdi. Für ihn sei wichtig, dass während des Museumstages die Besucher die Möglichkeit haben zu entdecken, was die Sammlung alles an Objekten zu bieten habe. Die Sammlung ist am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Vera Wölk

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