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Göttingen „Titanic“-Cover in der Zentralmensa
Die Region Göttingen „Titanic“-Cover in der Zentralmensa
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20:31 23.08.2017
Cover des Satiremagazins „Titanic“ hängen in der Zentralmensa. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Der geborene Göttinger war von 2000 bis 2005 Chefredakteur des Magazins. 2004 gründete Sonneborn zusammen mit anderen Titanic-Redakteuren die Spaßpartei „Die PARTEI“. Auf deren Initiative geht auch die jetzige Ausstellung in der Zentralmensa zurück, die am Mittwochabend eröffnet wurde. Die Ausstellung löse gleich zwei Probleme, sagte Heide Haas, stellvertretende Landesvorsitzende der PARTEI Niedersachsen. Zum einen seien die Wände in der Mensa nun nicht mehr kahl und zum anderen sei sie ein Ersatz dafür, dass es in Göttingen keine Gedenktafel für Sonneborn gebe. „Ich hoffe, dass die Ausstellung dazu beiträgt, Martin Sonneborn zum Ehrenbürger zu ernennen“, so Haas. Erst vor kurzem hatte der Stadtrat den Antrag der PARTEI auf Umbenennung Göttingens in Martin-Sonneborn-Stadt abgeblockt. Ein neues Stadtwappen gibt es trotzdem schon, das auf jedem der 16 Bilder abgebildet ist, die in der Mensa hängen.

Bei den Titelblättern handle es sich um die Lieblingsmotive Sonneborns aus seiner Zeit als Titanic-Chefredakteur, erzählte Haas, die die Ausstellung gemeinsam mit Horst Reinert, Leiter des Kulturbüros des Studentenwerks, organisiert hat. Zu sehen sind satirische Bilder wie beispielsweise das von Angela Merkel, die freudestrahlend eine geschälte Gurke in der Hand hält. Die Unterschrift: „Meine erste Banane“. Große Unterstützung sei von der Titanic-Redaktion gekommen, erzählte Haas. Die Redaktion und Sonneborn hätten auch die Kosten für den Druck der Bilder übernommen.

Bei der Eröffnung der Ausstellung waren neben lokalen Karikaturisten und freischaffenden Künstlern auch einige Mitglieder der PARTEI anwesend. Reinert betonte jedoch, dass es sich um eine Ausstellung des Studentenwerks und nicht der Spaßpartei handle, auch wenn die Inspiration von dort gekommen sei. „Wir hatten Platz und Zeit und Satire kommt immer gut“, sagte Reinert, der für die Ausstellungen in der Zentralmensa verantwortlich ist. Jedes Vierteljahr sollten die Bilder an den Wänden nach Möglichkeit wechseln, meistens habe man Fotoausstellungen, erklärte der Leiter des Kulturbüros. Zuletzt seien die Wände schon einige Zeit leer gewesen. „Jetzt haben die Studis hier mal wieder was hängen.“

Die Ausstellung sei nicht nur Klamauk, sondern rege auch zum Nachdenken und zur politischen Debatte an, sagte Haas. So sei sie selbst beim Anblick der Bilder schnell mit anderen darüber ins Gespräch gekommen, wie weit Satire gehen dürfe und was das für Politiker seien, die dort persifliert werden. „Vor allem freue ich mich jetzt aber jeden Mittag darauf, hier meine Currywurst zu essen“, so Haas.

Von Maximilian Zech

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