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Göttingen Titelverteidigung mit klaffender Kopfwunde
Die Region Göttingen Titelverteidigung mit klaffender Kopfwunde
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18:16 29.01.2012
Blutende Wunde, erschöpfter Blick: Knuth Höhler nach dem Sieg beim Tough Guy Race. Quelle: EF
Wolverhampton/Göttingen

Außer ihm hat kein Nicht-Engländer das Rennen je gewinnen können. Der 28-Jährige aus Göttingen ließ sich auch von einer blutenden Kopfwunde nicht aufhalten, die er sich schon im ersten Drittel des Rennens zugezogen hat, als er kopfüber eine Rutsche herunterrutschte und mit dem Kopf auf einen Holzklotz prallte.

„Es war in diesem Jahr noch härter als im letzten Jahr, obwohl es nicht ganz so kalt war und die Wasserhindernisse auch nicht zugefroren waren.“ Trotzdem hätten ihm die Hindernisse am meisten zu schaffen gemacht. In diesem Jahr warteten mehr Stromschläge auf die Athleten. Viermal bekam Höhler einen Schlag. Durch die Vorjahreserfahrung habe er das aber locker wegstecken können. Zudem sei die Konkurrenz stärker gewesen: „Die hingen mir am Anfang extrem an den Fersen.“
Höhler bezwang seine Kontrahenten in 1 Stunde 11 Minuten und 50 Sekunden mit vier Minuten Vorsprung.  Dabei überquerte er 21 Hindernisse und zwölf Kilometer Laufstrecke.

Der diesjährige Erfolg ist überraschender als der Vorjahressieg. Höhler konnte im Vorfeld weder ein Trainingslager absolvieren noch intensiv trainieren, da der Medizinstudent derzeit Vollzeit im Krankhaus arbeitet. Deswegen verlagerte er seinen Trainingsschwerpunkt auf Kraft und Athletik – offenbar mit Erfolg. „Am Anfang musste ich einen Berg achtmal hoch und runter. Das war extrem hart für mich, da merkte ich, dass mir ein paar Prozent fehlen“, sagte der Läufer vom Brook Running Team nach dem Rennen.

An seinen Beinen verletzte sich Höhler, im Vorjahr wurden sie von Eiskanten aufgeschnitten, erneut. „Meine Beine sind ordentlich geschwollen, grün und blau, obwohl ich das verhindern wollte“, sagte er.

Von Michael Kerzel

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