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Göttingen „Demokratie braucht Inklusion“
Die Region Göttingen „Demokratie braucht Inklusion“
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14:00 25.10.2018
Quelle: dpa
Göttingen

Die Novellierung des Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetzes war eines der Themen des 48. Niedersächsischen Inklusionsrats, der am Donnerstag in Göttingen tagte.

Die Mitglieder des Inklusionsrates von Menschen mit Behinderungen treffen sich regelmäßig zweimal im Jahr. Neben den kommunalen Behindertenbeauftragten und ersten Vorsitzenden der kommunalen Behindertenbeiräte nahm in Göttingen auch Jürgen Dusel teil, der über seine Arbeit in Berlin als Beauftragter der Bundesregierung berichtete.

Inklusion im Sport und in der Jugendarbeit

Auf der Tagesordnung der Konferenz im Neuen Rathaus standen außerdem Workshops zu den Themen „Inklusive Sportangebote“, „Inklusionsparcours“ oder „Inklusion in der Jugendarbeit“. Außerdem stellte die im Januar 2018 ins Leben gerufene „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstelle“ ihre Arbeit vor. Zentrales Anliegen der Veranstalter sei darüber hinaus der Austausch und Informationsfluss über kommunale Grenzen hinweg, sagte Wontorra. „Vernetzung und der gegenseitige Austausch zwischen den Landkreisen und Städten sind wesentliche Ziele der Konferenz.“

„Die Arbeit des Niedersächsischen Inklusionsrates von Menschen mit Behinderungen und der Erfahrungsaustausch sind unglaublich wichtig“, erläuterte Dusel. Denn wie sich die Politik und die Gesetzgebung konkret im Alltag auswirke, zeige sich nur dort, wo die Menschen leben. Am Beispiel des Bundesteilhabegesetzes lasse sich beobachten, dass die tatsächliche Umsetzung auf Kommunal- und Landesebene. Deswegen seien die Erfahrungen und Rückmeldungen für die Evaluierung des Gesetzes unverzichtbar.

In Politik und Gesellschaft sichtbarer werden

Gerade Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf dürften zukünftig keine Nachteile haben, so Dusel weiter. „Insgesamt ist die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an politischen Entscheidungen ein zentrales Anliegen meiner Amtszeit.“ Deswegen laute sein Motto auch ‚Demokratie braucht Inklusion‘. Denn Menschen mit Behinderungen seien nicht nur die besten Experten in eigener Sache. Sie sollten insgesamt in Politik und Gesellschaft sichtbarer werden. „Erst dann können wir wirklich von Inklusion sprechen.“

Von Markus Scharf

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