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Göttingen Tuberkulose-Verdacht an BBS II in Göttingen
Die Region Göttingen Tuberkulose-Verdacht an BBS II in Göttingen
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00:30 03.03.2018
Der Tuberkulose-Erreger Mykobakterium Tuberkulosis, aufgenommen unter dem Elektronenmikroskop (undatierte Aufnahme). Quelle: dpa
Göttingen

Die Landesschulbehörde und das Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen haben die zwei Verdachtsfälle im Umfeld der Schule am Mittwoch bestätigt. Nicht bestätigt habe sich nach Angaben des Gesundheitsamtes bisher allerdings, ob tatsächlich eine Erkrankung vorliegt. Die erforderlichen Laboruntersuchungen könnten bis zu acht Wochen dauern. Auch die möglichen Ansteckungswege seien bisher nicht ermittelt.

Zu den betroffenen Personen geben die Behörden keine Auskunft, bestätigen aber eine unmittelbare Nähe zu den Berufsbildenden Schulen II (BBS II) in Göttingen. Um eine Weiterverbreitung der Turberkulose zu verhindern, habe das Gesundheitsamt eine Umgebungsuntersuchung veranlasst, erklärte der Sprecher des Gesundheitsamtes, Detlef Johannson. Dabei würden alle Kontaktpersonen erfasst und bei Bestätigung der Krankheitsfälle untersucht. Die Erfassung habe begonnen.

Auf den Unterrichtsverlauf an den BBS II habe der Fall keinen Einfluss, sagte die Sprecherin der Landesschulbehörde, Bianca Schöneich. Betreffende Klassenräume würden einer „Wischdesinfektion“ unterzogen, ergänzte Johannson. Tuberkulose ist nach Angaben des Gesundheitsamtes ansteckend aber heilbar. Eine von Flächen ausgehende Infektion werde als sehr gering eingestuft, so Johannson.

Tuberkulose ist ansteckend, aber heilbar

Tuberkulose ist ansteckend. Bei einer offenen Lungentuberkulose scheiden Erkrankte Erreger vor allem beim Husten und Niesen aus, hatte der Leiter des Göttinger Gesundheitsamtes, Dr. Eckhart Mayr, im vergangenen Jahr nach einem bestätigten Fall erklärt. Freigesetzte feinste Tröpfchen könnten von anderen im Umfeld eingeatmet werden. Für eine Ansteckung sei eine längere, dauerhafte Kontaktzeit notwendig. Die Übertragung sei nicht zu vergleichen mit der Ansteckungsfähigkeit bei einer Grippe oder bei Masern. Nur wenige infizierte würden zudem tatsächlich im Laufe ihres Lebens an Tuberkulose erkranken.

Kontaktpersonen von Tuberkuloseerkrankten sollten sich auf mögliche Krankheitszeichen hin beobachten, ergänzte die Behörde jetzt. Leitsymptome seien Husten mit und ohne Auswurf. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte dringend ärztlich abgeklärt werden. Mögliche Allgemeinsymptome seien allgemeine Schwäche, leichtes Fieber, Nachtschweiß, Appetitmangel, Gewichtsverlust. Sofern Personen typische Krankheitszeichen bemerken, sollten sie sich in ärztliche Behandlung begeben.

Zurzeit gebe es keine weiteren Fälle. In den beiden Vorjahre gab es laut Behörde jeweils 14 Meldungen Kreis Göttingen. Vor gut einem Jahr war die Grundschule in Nikolausberg betroffen, im Jahr davor die Adolf-Reichwein-Schule. Auch landesweit gebe es nur vereinzelt TB-Fälle an öffentlichen Schulen, ergänzte Schöneich.

Von Ulrich Schubert

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