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Göttingen "Überplanmäßige Belegung" im ehemaligen IWF Göttingen
Die Region Göttingen "Überplanmäßige Belegung" im ehemaligen IWF Göttingen
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20:19 09.02.2016
Quelle: Wenzel
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Göttingen

Während der Sitzung hat die neue Leiterin der Einrichtung, Anuschka Abutalebi, aktuelle Zahlen zur Belegung vorgelegt. Derzeit wohnen 213 Menschen in dem ehemaligen Gebäude des Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF). Ursprünglich war die Einrichtung für 150 Menschen geplant, später wurde die Zahl auf 180 korrigiert. Michael Bonder, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Bonveno, sagte, dass der Platz trotz "überplanmäßiger Belegung" für die 213 Menschen durchaus vorhanden sei. Nach Abutalebis Angaben, die die Leitung zum Beginn des Monats von Conny Hiller übernommen hatte, kommt mit 79 Menschen die größte Gruppe der Geflüchteten aus Syrien. 44 stammen aus Afghanistan, 38 aus Pakistan und 27 aus dem Irak.

Derzeit gibt es in der Einrichtung 5,5 Stellen für den Betrieb und die Betreuung der Flüchtlinge. Bonder kündigte für März zwei Stellen aus dem Bereich des Bundesfreiwilligendienst und eine weitere halbe Stelle an.

Innerhalb der Einrichtung seien zusätzlich drei Arbeitsstellen für Geflüchtete geschaffen worden, sagte Abutalebi. Bewährt habe sich die Wahl von acht Flursprechern, die als Anprechpartner dienten und auch bei möglichen Konflikten einschreiten könnten. Abutalebi lobte die "gute Unterstützung" in der Nachbarschaft und die gute Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative IWF.

Konrad Kelm von der Bürgerinitiative wünschte sich eine bessere Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlichen Helfern und den hauptamtlich Beschäftigten von Bonveno. In den zurückliegenden vier Monaten sei den Ehrenamtlichen mit Misstrauen durch die Hauptamtlichen begegnet worden, schilderte Kelm. Er regte ein monatliches Treffen zwischen Bürgerinitiative und Bonveno an. Bonder und Abutalebi sagten hier ein Entgegenkommen zu. Bonder appellierte an die ehrenamtlichen Helfer, Verständnis für die hauptamtlich Beschäftigten aufzubringen. So liege die Sicherheit der Bewohner und des Gebäudes in der Verantwortung von Bonveno.

Mit Applaus bedachten die rund 70 Forumsteilnehmer Kelms Vorschlag, einen Teilbereich des Nonnenstiegs als Tempo-30-Zone auszuweisen. Oldenburg kündigte einen interfraktionellen Ratsantrag dazu an.

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