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Göttingen Jury entscheidet sich für Entwürfe aus Darmstadt und Dortmund
Die Region Göttingen Jury entscheidet sich für Entwürfe aus Darmstadt und Dortmund
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00:31 21.04.2018
Umfeldgestaltung: Entwurf des Büros Prosa aus Darmstadt. Quelle: r
Göttingen

Für beide Planungsschwerpunkte waren seit Beginn 2018 mehrere Büros eingeladen, in konkurrierenden Verfahren Ideenskizzen zu erarbeiten. Aufgabenstellung seien dabei laut Stadtverwaltung unter anderem die Verbesserung der Anbindung der Stadthalle an die Innenstadt, die Stärkung der räumlichen Verbindung zwischen den beiden Kultureinrichtungen Stadthalle und Deutsches Theater sowie die Umgestaltung des Albaniplatzes und die Verlegung der Parkplätze in eine Tiefgarage.

Bei der Umsetzung dieser Aufgabenstellung habe sich nach Auffassung der Göttinger Verantwortlichen die Skizze des Büros Prosa aus Darmstadt von der Konkurrenz aus Hannover, Köln und Herford abgehoben. „Der Entwurf hat das größte Potenzial für eine Weiterbearbeitung nach unseren Vorgaben“, sagte Thomas Dienberg in der Begründung der Entscheidung. Das Thema Verkehr müsse noch einmal generell durchgearbeitet werden, um eine Grundlage für die weitere Ausarbeitung der Planung zu schaffen.

„Größte Potenziale“

Der Jury-Vorsitzende Georg Klaus, Professor an der Fakultät „Bauen und Erhalten“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), lobte weiterhin den Umgang mit dem Albaniplatz: „Die künftige Gestaltung und Funktion des Platzes bieten in diesem Entwurf die größten Potenziale.“

Bei der Erneuerung und Umgestaltung der Fassade galt es, die Wiederverwendung der Keramikplatten mit einem neuen zeitgemäßen Äußeren der Stadthalle zu verbinden. Hierbei habe die Jury geschlossen für den Entwurf von Soll Sasse Architekten aus Dortmund gestimmt, hieß es am Mittwoch aus dem Göttinger Rathaus. „Der Entwurf enthält einen innovativen Ansatz zur Unterbringung erforderlicher Technik und gleichermaßen zum Erhalt des prägnanten Erscheinungsbildes unserer Stadthalle“, begründete Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Entscheidung.

Beibehaltung der Kacheln

Kernelement in dem Entwurf ist die optische Beibehaltung der Fassenelemente, die der Stadthalle den Kosenamen „Kachelofen“ einbrachten. Gleichzeitig habe das Büro für viele funktionale Anforderungen angemessene Lösungen gefunden. Das Konzept der Architekten überzeuge durch die Verbindung von Bestand und gleichzeitiger Entwicklung eines neuen Gestaltungsansatzes. „Da liegt die Qualität,“ begründete Stadtbaurat Thomas Dienberg, ebenfalls Mitglied der Jury. „Der Entwurf nimmt deutlich Bezug auf den Ort und wirkt so nachhaltig identitätsstiftend.“ Eine detaillierte Weiterbearbeitung müsse unter anderem für Vordach und Entrée erfolgen. Auch die Farbausgestaltung soll auf Empfehlung der Jury in der weiteren Bearbeitung angepasst werden.

Alle Beiträge können im Internet eingesehen werden. Außerdem werden die Skizzen von Montag, 23., bis Freitag, 27. April 2018, im Foyer des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr zugänglich. Von Montag, 30. April, bis Sonnabend, 12. Mai 2018, werden die Entwürfe im Rahmen der Messe „Wunderschönes Südniedersachsen“ am Stand der Stadt Göttingen im Einkaufszentrum „Kauf Park“, Am Kauf Park, zu sehen sein.

Von Markus Scharf

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