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Göttingen Veranstalter begrüßen Erhalt der Flohmärkte
Die Region Göttingen Veranstalter begrüßen Erhalt der Flohmärkte
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00:34 22.04.2018
Flohmarkt auf dem Wochenmarktplatz Quelle: Peter Heller
Göttingen

Für Marco Haberlandt, der die Göttinger Flohmärkte auf dem Schützenplatz, beim Real-Markt in Weende und am Kaz betreibt, ist dies eine positive Nachricht. „Es ist gut, dass die Flohmärkte sonntags weiterhin ausgerichtet werden können, und dass sie zu ihrem ursprünglichen Charakter zurückkehren“, sagte Haberlandt. Er selbst habe wegen des drohenden Verbotes bereits seit Januar keine gewerblichen Anbieter mehr auf seinen Märkten zugelassen. „Die Anbieter von Neuware rufen in der Regel vorher an, um sich ihre Plätze zu sichern. Bei großen Ständen frage ich daher nach, ob es sich um ein Gewerbe handelt“, erklärte Haberlandt. Sollte es dennoch einem gewerblichen Anbieter gelingen, einen Stand zu bekommen, merke er dies beim Aufbau und würden den Betroffenen dann mitteilen, dass sie das Gelände verlassen müssen.

Hoffen auf Planungssicherheit

„Natürlich sind durch die jetzige Entscheidung auch die Existenzen dieser Anbieter unter Umständen bedroht, doch ich muss bei meinen Entscheidungen zunächst an meine Existenz denken“, sagte Haberlandt. Für ihn soll der Flohmarkt aber wieder die Eigenschaften haben, die er früher hatte, als Freizeitaktivität für Käufer und Verkäufer. Er hofft, dass mit der Entscheidung des Landtages es auch wieder einfacher werde, eine langfristige Genehmigung zur Ausrichtung eines Flohmarkts zu bekommen. Dies würde für die Verantwortlichen auch eine gewisse Planungssicherheit bedeuten. „Wegen des im Raum stehenden Verbotes der Sonntagsflohmärkte haben wir in den vergangenen Monaten die Genehmigung immer erst eine Woche vor dem jeweiligen Markt bekommen“, erläuterte der Organisator. Auch für Oliver Günther, der die Flohmärkte am Göttinger „Kauf Park“ und an der Feilenfabrik in Duderstadt ausrichtet, sei die Entscheidung ein richtiges Zeichen. „Die Anzahl der gewerblichen Aussteller hat stark zugenommen“, sagte er.

Besucher nutzen gewerbliche Anbieter nicht

Für Stephan Nürnberger bedeutet das Neuwaren-Verkaufsverbot eine Aufwertung von Flohmärkten. Nürnberger ist unter anderem verantwortlich für die Flohmärkte auf dem Northeimer Schützenplatz, bei der Northeimer Stadthalle und auf dem Festplatz in Osterode. Er selbst lasse bei seinen Flohmärkten kaum gewerbliche Anbieter zu. „Floh- und Trödelmärkte sind für mich Kultur. Hier möchten die Besucher noch mit dem Händler um den besten Preis feilschen“, sagte Nürnberger. Dies sei aber bei Gewerbetreibende nicht möglich. Aus seiner Sicht bringt die Aufnahme von Gewerblichen nur etwas für die Finanzen des Veranstalters, aber nicht für die Besucher. „Meine Beobachtungen auf den Märkten ist, dass die Besucher kaum zu den gewerblichen Ständen gehen“, sagte Nürnberger. Deshalb sei deren Verbot langfristig gesehen das richtige Mittel, um wieder zu Trödelmärkten „wie zu Omas Zeiten“ zurückzukehren.

Flohmärkte an den kommenden Wochenenden

An den kommenden Wochenenden sind in der Region unter anderem folgende Flohmärkte geplant:

Am Sonnabend, 21, April, gibt es einen Antik- und Trödelmarkt auf dem Göttinger Nikolaikirchof. Um 16 Uhr beginnt in der Obereichsfeldhalle in Leinefelde, Zentraler Platz, ein Nachtflohmarkt. Außerdem haben Verkäufer in den Messehallen Kassel, Drusetalstraße, die Gelegenheit ihre Gegenstände anzubieten. Am Sonnabend und Sonntag gibt es in Bodenwerder am Weserufer einen Flohmarkt. Auf die Suche nach Trödel können die Besucher sich am Sonnabend, 28. April, auf dem Göttinger Schützenplatz begeben.

Von Vera Wölk

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