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Göttingen Verkehrsaufkommen auf A 38 steigt deutlich an
Die Region Göttingen Verkehrsaufkommen auf A 38 steigt deutlich an
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22:30 03.01.2010
Verbindung zwischen Göttingen und Leipzig: Autobahn 38. Quelle: Mischke
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„2006 konnte man noch jedes Auto einzeln grüßen“, verbildlicht Rohloff die Situation auf der A 38, „jetzt gibt es schon Stau, wenn nur ein Fahrstreifen frei ist.“ Das Verkehrsaufkommen, so die Zahlen der Autobahnmeisterei, sei deutlich angestiegen: von durchschnittlich 13 000 Fahrzeugen täglich im Jahr 2008 auf etwa 17 000 im Dezember 2009. Aufs Jahr hochgerechnet stieg die Zahl der Fahrzeuge von rund fünf auf gut sechs Millionen an. An Spitzentagen werden sogar mehr als 23 000 gezählt. Rohloff und Kornrumpf sind sich sicher: Durch die seit Ende Dezember durchgehend befahrbaren A 38 werde es eine weitere merkliche Zunahme geben – insbesondere im Lkw-Aufkommen.

Interessante Zahlen des vergangenen Jahres liegen zum Thema Heidkopftunnel vor. So gab es 75 Liegenbleiber wegen technischer Mängel, weitere 75 Verkehrsteilnehmer meinten, sie könnten an den Tunnelportalen Rast machen. „Das ist so bei keinem anderen Tunnel zu beobachten, wundert sich Rohloff. Außerdem gab es zwei Falschfahrer-Meldungen, einen Unfall direkt hinter dem östlichen Tunnelportal, und dreimal begleitete die Polizei Schwertransporte durch die Röhre. Siebenmal wurde der Tunnel kurzfristig gesperrt, weil die Polizei Gefahrguttransporter abfing. Zweimal löste der Brandalarm aus – einmal wegen eines technischen Defekts und einmal, weil Nebel das Meldesystem anspringen ließ. Ein Blitzschlag im Mai hatte gleich zweimal eine jeweils ganztägige Vollsperrung des Heidkopftunnels zur Folge.

Für Übungen wurde die A 38 zweimal gesperrt: Im August probten die thüringer Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall, im Oktober rückten die Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Göttingen an, um einen Gefahrgutunfall zu simulieren.
Alles in allem waren es „231 Vorfälle, die sich unterschiedlich ausgewirkt haben“, so Rohloff, und das ohne technische Störungen, die von den Verkehrsteilnehmern nicht bemerkt wurden. Hinzu kämen schließlich noch die regulären Wartungsarbeiten, für die die Röhren – meist abends für zwei Stunden – gesperrt werden.

Mehr Verkehr bedeute auch eine Zunahme an Unfällen, so Heinz Kornrumpf. Sorgen bereitete der Polizei aber vor allem das Dreieck Drammetal. Hier krachte es am Übergang von der A 38 auf die A 7 in Richtung Kassel von Januar bis September 44-mal. Anfang Oktober wurde eine Betonwand installiert, die die Verkehrsteilnehmer zum Langsamfahren bewegen soll. In den folgenden zweieinhalb Monaten wurden hier gerade einmal zwei Unfälle gezählt.

Im Zuständigkeitsbereich der Göttinger Autobahnpolizei auf A 38 und A 7 wurden laut Kornrumpf 15 Prozent mehr Unfälle registriert. Die Fälle mit schwerwiegenden Folgen (Tote und Schwerverletzte) stiegen von 22 Unfällen mit einem Toten und 24 Schwerverletzten im Jahr 2008 auf 24 Unfälle mit fünf Toten und 27 Schwerverletzten in 2009 an.

Eine der Hauptunfallursachen sei überhöhte Geschwindigkeit, betont Kornrumpf. Deshalb gebe es gezielte Tempokontrollen durch die Polizei. Der schnellste Verkehrssünder wurde mit Tempo 244 geblitzt, erlaubt waren 120 Stundenkilometer. Von etwa 1000 ausländischen Fahrern kassierten die Beamten 2009 Sicherheitsleistungen in Höhe von 120 000 Euro.

Neben einer Vielzahl regelmäßiger Verkehrskontrollen – insbesondere von Lastwagen – gab es im vergangenen Jahr auch eine Großkontrolle auf der A 7 in Höhe der Raststätte. Kornrumpf kündigt eine ähnliche Aktion auch für das Jahr 2010 an.

Von Britta Eichner-Ramm

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