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Göttingen Wein und Rosen für den Waschbeton
Die Region Göttingen Wein und Rosen für den Waschbeton
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19:53 16.05.2018
Der Wallaufgang am Geismar Tor ist in schlechtem Zustand und ungepflegt. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Inzwischen säumt ein schmales Beet den massiv wirkenden, mit Waschbetonplatten behangenen „Klotz“ – wie er von vielen Göttingern genannt wird – neben der Volksbank. An der Südfassade des Gebäudes, in dem vor Jahren noch öffentliche Toiletten und ein Kiosk untergebracht waren und das heute zum Teil noch von der EAM genutzt wird, sollen demnächst Wilder Wein und Kletterrosen ranken. „Eine Kletterhilfe für die Rosen wird im Laufe der aktuellen Woche angebracht“, erklärt Verwaltungssprecherin Nina Winter.

Beet für Wilden Wein und Kletterroden. Quelle: Brakemeier

Eine weitere Idee sei, so Winter, das ehemalige Kioskfenster mit einer „einfachen Platte“ zu schließen, die zum Thema „Grüne Oasen“ mit Graffiti besprüht werden soll. „Derzeit sind wir noch mit der Beschäftigungsförderung im Gespräch, ob sich über die Jugendarbeit Freiwillige finden“, sagt Winter. Interessierte könnten sich telefonisch unter 05 51 / 4 00 45 42 oder per Mail an stadtgruen@goettingen.de melden. Der Rest der Fassade sei aber nicht für Graffiti freigegeben.

Erleichterungen für Kinderwagen

Außerdem, so Winter, sei geplant, „die Rampe am Treppenaufgang mit einfachen Mitteln zu erneuern, um den Aufgang für Kinderwagen zu erleichtern“. Das war’s, mehr sei nicht geplant, so Winter.

Die verwaltung plant „die Rampe am Treppenaufgang mit einfachen Mitteln zu erneuern, um den Aufgang für Kinderwagen zu erleichtern“ Quelle: Hinzmann

Bereits 2006 hatte die CDU-Ratsfraktion, etwas später auch die SPD, den „abstoßenden und stark verschmutzten Zustand“ und den „ungepflegten und verwahrlosten Eindruck“ des Wallaufgangs angemahnt und in einem Antrag unter anderem den „Rückbau des Treppenaufganges und Schaffung einer begehbaren Rampe als Wallaufgang“, die Säuberung, Bepflanzung und Umbau der Waschbeton-Fassade“ sowie die Ausstattung des End- und Aussichtspunktes auf dem Wall Spielgeräten für Kinder und Sitzgelegenheiten gefordert.

Bereits 2006 moniert die CDU-Ratsfraktion den „abstoßenden und stark verschmutzten Zustand“ und den „ungepflegten und verwahrlosten Eindruck“ des Wallaufgangs neben der Volksbank. Quelle: Hinzmann

Passiert ist dann jahrelang nichts. Mit der Verabschiedung des Innenstadtleitbildes 2011 sei aber „die Angelegenheit“, so Winter, erledigt gewesen.

Das Innenstadtleitbild hält zu dem Wallaufgang fest: „Der Aufgang zum Wall am Geismar Tor ist verwahrlost und schlecht auffindbar. Eine Neuordnung des gesamten Bereiches, mit dem Ziel, einen ansprechenden, leicht auffindbaren Zugang zum Wall zu ermöglichen, ist dringend erforderlich.“ So sollen die Wallaufgänge – „insbesondere am Geismar Tor“ – und Wallquerungen verbessert und stadträumliche Defizite beseitigt werden. Im Innenstadtleitbild von 2011 ist von einer Umsetzung dieser Maßnahmen innerhalb von zehn Jahren die Rede.

Auszug aus dem Innenstadtleitbild 2011: Ziele und Handlungsansätze für den Wall. Quelle: Stadt Göttingen

Hans Otto Arnold, baupolitischer Sprecher der CDU, zeigte sich von den nun begonnen Verschönerungsmaßnahmen „positiv“ überrascht. Und erneuerte die zwölf Jahre alte CDU-Forderung: „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es ohne allzu große Eingriffe gelingen wird, den jetzigen unteren Teil der Rampe etwas abzuflachen und mit oder ohne Absatz in fast gerader Linie – entlang einer Stützmauer – weiter auf die Höhe des Walls zu führen. Diesen Antrag werden wir daher erneut stellen.“

Von Michael Brakemeier

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