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Göttingen Verwaltung gegen Spielplatz an Reitstallstraße
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00:17 24.02.2017
Die Stadtverwaltung setzt auf den jetzigen Parkplatz im Papendiek / Pauliner Straße an der Paulinerkirche als Spielplatzfläch in der Innenstadt. Dieser gehört der Universität. Seit Jahren gibt es Gespräche und Diskussion zwischen Verwaltung und Uni-Spitze über die Nutzung der Fläche als Spielplatz. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Drei Gründe gegen einen Spielplatz an der von den Piraten vorgeschlagenen Stelle führt die Stadtverwaltung an: So müsste zunächst der Bebauungsplan für eine Nutzung als Kinderspielplatz geändert werden. Weiter führt die Verwaltung die jährlichen Einnahmen von rund 50000 Euro an, die die Stadt durch Parkgebühren an dem Standort einnimmt. Diese würden mit einem Spielplatz entfallen. Außerdem hält sie den Platz für einen Spielplatz ungeeignet, da sie die Abgasbelastung durch den Autoverkehr zum und vom benachbarten Parkhaus als zu hoch erachtet.

Grundsätzlich, so die Antwort aus dem Fachbereich Stadtgrün und Umwelt, werde der Antrag, mehr Spielmöglichkeiten in der Innenstadt zu schaffen, begrüßt. Hier setzt die Verwaltung aber verstärkt auf zwei andere Flächen in der Innenstadt. So sei unter anderem der Waageplatz als Ort für Kinderspielmöglichkeiten vorgesehen. So biete dort die Kombination aus Platz und Wasser ein "hohes Potenzial für die Errichtung Spielmöglichkeiten". 

Die zweite Fläche, auf die die Stadtverwaltung setzt, ist der jetzige Parkplatz im Papendiek / Pauliner Straße  an der Paulinerkirche. Dieser gehört der Universität. Seit Jahren gibt es Gespräche und Diskussion zwischen Verwaltung und Uni-Spitze über die Nutzung der Fläche als Spielplatz. Nach Verwaltungsangaben soll nun wieder Bewegung in die seit knapp zwei Jahren brachliegenden Pläne kommen. So soll ein Vorschlag zur Umgestaltung des Parkplatzes "voraussichtlich" im April im Bauausschuss vorgestellt werden. Romas Bielke, Sprecher der Uni, bestätigt das. Einzelheiten nennt er zunächst aber nicht. Bislang waren die Zahl der Stellplätze der Streitpunkt zwischen Stadt und Universität. Zur Zeit gibt es dort 24 Parkplätze, die Universität ist bereit, diese Zahl auf 13 zu reduzieren. Zu wenig, meint die Stadtverwaltung. 

Diese ergebnislosen Verhandlungen führte Martin Rieth (Piraten) bei der Erläuterung des Antrages an. Wenn es da einfach nicht weitergeht, müsse die Stadt Alternativen prüfen, forderte er. Michael Höfer (Grüne) sprach in diesem Zusammenhang von "Verzögerungstaktik" der Uni und "Untätigkeit" der Stadtverwaltung. Stadtbaurat Thomas Dienberg wies der Vorwurf der Untätigkeit zurück.

Anders als etwa SPD und CDU, die zwar auch Bedenken gegen den Piraten-Vorschlag vorbrachten, lehnten die Grünen den Antrag zu einem neuen Spielplatz am Waageplatz aber komplett ab.

Der Bauausschuss des Rates diskutiert das Thema am Donnerstag, 23. Februar, ab 16 Uhr in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. 

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